Aktuelle Lage: Mehr Chancen als Risiken!?
Am 18.01. haben wir hier Folgendes zum Thema geschrieben:
„Die USA ziehen nun weitere Kräfte heran. Dass die USA im Iran nicht intervenieren, kann ich mir aktuell nicht vorstellen…“
Nun – mehr musste man dazu auch nicht sagen…da Trump aktuell der einzige Politiker der Welt ist, dessen Worten man zu 100% vertrauen kann, war das Ganze nur eine Frage der Zeit. Er hat dem iranischen Volk Hilfe versprochen – und hat geliefert. Nicht mehr und nicht weniger.
Unsere EU-Politiker dagegen haben schon vorher zum Thema herumschwadroniert – und schwadronieren auch jetzt rum. Wie üblich also – nicht mehr und nicht weniger.
Was bedeutet das für die Börsen?
Letztlich sehe ich unter dem Strich deutlich mehr Chancen als Risiken und denke, dass meine ohnehin schon optimistischen Zukunftserwartungen durch den aktuellen Vorfall weiter verstärkt werden. Wenn man es vereinfacht betrachtet, dann gibt es zwei Hauptoptionen. Entweder gibt es einen Regime-Wechsel – oder nicht. Wenn nicht, dann wird alles so weiter laufen wie bisher – evtl. ein wenig schlechter oder auch ein wenig besser. Wenn es jedoch den Wechsel gibt – und darauf setze ich – dann könnte vieles deutlich besser oder auch extrem besser laufen…
Fazit:
Aus rein börsentechnischer Sicht ist das Ganze also netto positiv.
Warum genau?
Z. B. Öl:
Der Ölpreis hat gerade zugelegt – Ok…das ist kurzfristig immer ungünstig, aber: wenn es einen Wechsel gibt, dann wird demnächst noch viel mehr Öl auf die Märkte kommen und die Preise sollten verstärkt abgeben. Und das wäre langfristig ein gutes Zeichen.
Lage in Nahost:
Insgesamt würden sich durch einen Wechsel im Nahen Osten komplett neue wirtschaftliche Möglichkeiten ergeben…nicht nur im Iran, sondern in der gesamten Region. Mit einem etwas zahmeren Iran fallen viele Feindseligkeiten in der Region entweder komplett weg oder werden zumindest minimiert. Da die gesamte Region erheblichen Nachholbedarf in vielen wirtschaftlichen Dingen hat, könnte es durchaus zu einem echten Nah-Ost Boom kommen. Neben dem Nahen Osten werden dann natürlich vor allem auch die USA profitieren. Ein paar Krümel fallen dann evtl. auch für die Europäer ab. Aber aufgrund ihres aktuellen mitleidvollen Nichtstuns bzw. aufgrund des üblichen Rumgelabers der Europäer sollten sich die USA dort die meisten Brötchen verdienen. Zu Recht…
Fazit:
Wie üblich verpassen die Europäer die Party. Statt einfach mal mitzuspielen reden sie wie üblich nur daher und biedern sich vermutlich anschließend an, um auch ein paar Stücke vom Erfolg abzuhaben. Und was sie dann von den USA und von dem dann potenziell befreiten Iran beim verteilen des Kuchens zu hören bekommen, ist vermutlich: „Abmarsch, nach Hinten!“
Weg frei für UME? (United Middle East)
Sollte das iranische Regime fallen, dann könnte dies sogar der Startschuss für einen neuen wirtschaftlichen (und später evtl. auch politischen) Zusammenschluss aller oder der meisten Länder des Nahen oder Mittleren Ostens sein. Was sich heute noch wie eine unrealistische Fiktion anhört, könnte jedoch in 5-15 Jahren durchaus an Gestalt gewinnen. Trump hat schon in seiner ersten Amtszeit dafür gesorgt, dass es zu historischen Friedensabkommen zwischen den arabischen Staaten und Israel kam. Und noch hat er drei weitere Jahre Zeit.
So ein Konstrukt wie UME würde ebenfalls zu beschleunigtem Wirtschaftswachstum in der Region sowie in den Staaten seiner Verbündeten führen.
Gesamtfazit:
Man könnte noch viele weitere Punkte aufzählen – aber noch wird geschossen und niemand weiß genau wie lange noch und wie es ausgeht. Aber ich bin optimistisch, dass am Ende etwas Gutes entstehen kann – im Nahen Osten sowie im Rest der Welt.
Oder anders:
Meine Marktmeinung hat sich nicht geändert.
Henry Littig
backstagenews.de