Die Pleite der Autobauer – bis 2025!?

Wie Sie wissen, habe ich – schweren Herzens – vor einigen Jahren die Prognose aufgestellt, dass die deutschen Autobauer bis 2025 insolvent sind – UND ZWAR ALLE!

Wir befinden uns aktuell im July 2019 – also noch „ein Stück weit“ von 2025 entfernt…wie schätze ich meine Prognose von damals heute ein?

Die Antwort ist – leider – recht einfach:

Ich sehe nach wie vor kaum eine Chance, dass die deutschen Autobauer (und viele andere internationale Automobilhersteller) das Jahr 2025 als intakte Einheit erleben werden!

Ich hatte Ihnen vor Jahren viele „Gründe“ dafür genannt…damals waren das noch reine „fiktive“ Prognosen – heute sind die meisten meiner Prognosen aber schon real geworden…und sogar die erstem „Gewinnwarnungen“ kommen rein – etc., etc., …

Um nicht nochmal alle „Punkte des Grauens“ aufzuzählen, begnüge ich mich heute mit einer einfachen Gleichung:

Was haben BMW, Volkswagen, Daimler und vielen andere Autobauer gemeinsam?

Genau…richtig! Sie haben Schulden bis zur Halskrause! Das ist den meisten Menschen zwar nicht bewußt – aber so ist es!

Und nun eine weitere Frage:

In den letzten 10 Jahren haben die Autobauer in ihrem vermutlich letzten Boom so viele Autos verkauft wie noch nie – und Geld gescheffelt wie noch nie…was glauben Sie, um wie viel die ihre Verschuldung abgebaut haben?

Genau! – im Prinzip – GAR NICHT!

Und das obwohl man die Schulden in der aktuellen Niedrigzinsphase noch günstiger Umschulden konnte…

Jetzt nehmen wir weiter an, den vielen Schulden stehen „Werte“ gegenüber – „Werte“ bzw. „Werke“, die auf dem Verbrennungsmotor basieren – also „Werte“, die es EVTL bald so nicht mehr gibt.

Und jetzt nehmen wir weiter an, dass man mit den hohen Margen des gegenwärtigen Geschäfts zwar noch gerade so überleben konnte – in einer Boomphase – aber jetzt das Ende dieses Geschäfts droht…und es droht ein Umbruch hin zu einem Produkt mit zunächst niedriger Marge – z. B. ein Elektroauto…

Wenn wir uns diese einfachen Annahmen vor Augen führen, so wird deutlich, dass es rechnerisch kaum eine Chance gibt, dass die Sache langfristig gut ausgehen kann.

Die EINZIGE CHANCE, die aktuell noch sehe, ist darauf zu setzen, dass die modernen Antriebe/Autos NICHT KOMMEN…

Und genau das machen die deutschen Autobauer! Sie warten – und vermutlich ist das aktuell auch noch das Beste, was ihnen bleibt. Würden Sie jetzt sofort auf den z. B. E-Antrieb setzen – gehen sie auch sofort Pleite – weil sie dann umgehend ihre Schulden nicht mehr bedienen könnten und ihre dagegen stehenden „Werte“ abschreiben müssten.

Den Zeitpunkt für den Umstieg – der ohnehin sehr schwer gewesen wäre – hat man evtl. verpasst.

Das Ganze ist vergleichbar mit der „Immobilienkrise“ in den USA…jedem war klar, dass das nicht gut gehen wird – aber ein aktives Handeln hätte zum sofortigen Aus geführt…also feierte man munter weiter und wartete so lange, bis das Fass von selbst voll oder in diesem Fall leer war…und schob dann den Schwarzen Peter jeweils anderen zu…ungefähr so könnte es auch bei den Autobauern laufen.

Und – machen wir uns nichts vor: ein z. B. E-Auto ist eindeutig besser im Handling, es ist einfacher aufgebaut und – in jedem Fall langfristig günstiger…(lassen wir den „Umweltaspekt“ einfach mal weg…das ist ein anderes Thema)…der Verbrenner hingegen ist klar das schlechtere Auto – zudem ungleich komplizierter UND langfristig erheblich teuer…

Wie soll sich der Verbrenner in so einem Vergleich halten?

Was besonders traurig macht:

Ein heutiger Verbrenner – aus deutscher Produktion – ist vermutlich das Beste, was JEMALS menschliche Ingenieure auf die Beine gestellt haben. Alleine wie so ein Motor aufgebaut ist. Mit welcher Präzision dieser funktioniert – das ist schon fast unglaublich!

Aktuell fahre ich selbst ein E-Auto…darin ist nichts „Unglaubliches“ verbaut – da ist auch fast gar nichts mehr drin…eine Batterie und ein kleines E-Motörchen – reicht! Und das funktioniert besser, als ein Verbrenner je funktionieren könnte!

Wie soll das also gut gehen? Also das WARTEN der deutschen Autoindustrie? Aktuell klammert man sich an die Brennstoffzelle und ähnliche Dinge, um von den harten Realitäten abzulenken – „kann funktionieren“…aber selbst wenn – auch dann gibt es einen Wandel – der nur mit massiven Einschnitten bewältig werden kann…zu deutsch: „Irgendwie“ gibt es bessere Aussichten, als die der Autobauer…

Fazit:

Wer so hoch verschuldet ist und in der Boomphase seine Lage nicht verbessern konnte, der wird die nächste Krise vermutlich nicht überstehen!

Somit sehe ich weiterhin kaum eine Chance, dass die Autobauer bis 2025 ohne Staatshilfen überleben – und genau darauf setzen diese vermutlich schon seit langer Zeit…somit werde ich auch keine Autoaktien langfristig kaufen. Persönlich sehe ich weiterhin Kursverluste von 60-90% in den nächsten Jahren. Natürlich kann auch alles anders kommen – und ich hoffe das inständig…aber bei einer so klaren Ausgangslage ist Hoffen vermutlich nicht mehr genug.

Henry Littig

backstagenews.de

Geschrieben von Henry Littig