Lufthansa/RWE/Nasdaq

Lufthansa:

Als ich letzten Freitag Vormittag meine Lufthansa kurzerhand auf dem Hoch mit über 23.40 Euro verkaufte, fühlte ich mich zwar umgehend besser – was bei mir meist ein gutes Zeichen für eine richtige Entscheidung ist – dass die Kiste dann aber so abgeben würde, hatte ich auch nicht auf dem Schirm.

Über das WARUM des Kursverfalls wurde in den letzten Tagen viel in den Medien geschrieben – aber das braucht man nicht wirklich zu lesen. Z. B. am Dienstag hieß es, der Kurs sei gesunken, weil der Ölpreis so hoch sei…OK – der Ölpreis notiert seit Monaten da, wo er jetzt ist – wieso das jetzt DER GRUND für den Kursverfall am Dienstag sein sollte, ist mir schleierhaft. Am Mittwoch wurde dann bereist ein neuer GRUND herumgereicht…

Fazit:

Zum einen: mit dem rechtzeitigen Verkauft von Lufthansa am Freitag mit über 23.40 hatten wir das Glück mal wieder auf unserer Seite…und zum anderen: ich sage es ja immer– die GRÜNDE, welche offiziell für Kursbewegungen herumgereicht werden, sind letztlich völlig irrelevant. Relevant ist EINZIG UND ALLEIN, ob man mit der Kurseinschätzung richtig oder falsch liegt – im Nachhinein eine „Begründung“ dafür zu lesen (selbst wenn diese mal stimmen sollte) ist – aus meiner Sicht – völlig überflüssig…

Aktuell – also Stand heute – habe ich keine Ambitionen Lufthansa trotz des einladend tiefen Kursniveaus wieder zu kaufen…

Nasdaq:

Am Montag hatte ich meine Nasdaq-Leerverkäufe eingedeckt und bin seit ca. 3 Wochen wieder auf die Longseite gewechselt…seit dem – glücklicherweise – steigt der Nasdaq wieder…

Fazit:

Jo – ist auch zunächst OK…ich bleibe bei meiner Meinung, dass die Börsen – vor allem die US-Märkte – weiterhin Potential haben – und setzte nun nach einer kleinen Shortphase auch wieder aktiv auf die Nasdaq…

RWE:

Nach ein paar Wochen Abstinenz habe ich heute Vormittag mit gut 21.30 wieder RWE gekauft…seit dem ist die Aktie mit dem breiten Markt hoch…noch nicht „doll“ – aber die Richtung stimmt…

Gesamtfazit:

Aktuell läuft es gut bis sehr gut…ich verbuche es als „Glückssträhne“, die – wie jeder weiß – nicht ewig anhält…sie kann noch heute, morgen oder irgendwann später enden.

In der letzten Woche war mir diese Glückssträhne noch unheimlich – mittlerweile sage ich mir: OK – is halt so…nehmen wir einfach mit, was geht…ich sollte auch nicht ganz so kritisch sein, denn eine gute Phase ist vermutlich in den meisten Fällen besser, als eine schlechte…

Daher – et kütt wie et kütt…

Henry Littig

backstagenews.de

Geschrieben von Henry Littig