Syrien, Max Planck, die Börse und VW

Die allgemeine Hängepartie an den Märkten geht weiter…das ist zwar nicht sonderlich erbaulich, entspricht aber meinen kurzfristigen Erwartungen…daher: OK…

Syrien:

„Knallt“ es jetzt oder knallt es nicht? Diese Frage bewegt die Börsen seit ein paar Tagen. Wie geht man damit um?

Mein „Strategie“ in diesem Fall lautet: ignorieren!

Denn:

Ob es „rumst“ oder nicht, weiß aktuell keiner. Wann genau, weiß man auch nicht. Was genau „getroffen“ wird ist ebenso unklar und auch weitere Reaktionen sind ungewiss.

Fazit:

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß! Daher ignoriere ich das Thema vollständig. Es gibt zudem weltweit Probleme zu Hauf, die sich jederzeit deutlich verschlechtern oder verbessern könnten – wenn man das alles zu ernst nimmt, dürfte man gar nicht mehr vor die Tür gehen…daher ist ein wenig Gelassenheit und ein Akzeptieren des Schicksals aktuell eine gute Strategie.

Max Planck:

Die Frage, ob es überhaupt einen Giftgas-Angriff gegeben hat oder nicht, ist in der heutigen politischen Lage im Übrigen völlig uninteressant. Heute wird jeder Vorwand genutzt um seine eigenen Interessen umzusetzen.
UND – was in jedem Fall sehr auffällig ist: in den gefühlt letzten 100 Fällen, wo sich z .B. West und Ost gewisse Dinge vorgeworfen habe, kam es letztlich NIE zu einem offiziellen Abschluss der Wahrheitsfindung und NIEMALS hat eine Seite letztlich einen Fehler eingestanden.

Daher wäre es auch jetzt ein absolutes Novum, wenn z. B. die russischen Ermittler morgen sagen:

„Ja, wir haben in der Tat Spuren von Giftgas gefunden und wir sind verantwortlich!“

Oder, wenn unsere Ermittler in ein paar Tagen sagen:

„Wir haben keine Spuren von Gas gefunden!“

Aber wie schon Max Planck sagte:

„Die Wahrheit triumphiert nie, ihre Gegner sterben nur aus“

Oder anders: die Wahrheit kommt heute nur selten ans Licht…man spricht einfach irgendwann nicht mehr darüber, genau wie man über die 99 anderen Fälle vor dem aktuellen „Giftgaseinsatz“ einfach nicht mehr spricht.

Dem Volk setzt man dafür einfach immer wieder eine neue Geschichte vor…und das scheint dem Volk zu reichen…bis jetzt…wie lange noch, weiß ich nicht…

VW:

Endlich ein Hoffnungsschimmer für die deutsche Autoindustrie. Wie Sie wissen, sehe ich für die deutschen Autobauer bis 2025 tiefschwarz – wenn sich nichts ändert. Einer meiner vielen Kritikpunkte ist das Management der deutschen Autobauer, die gerade aktiv die Zukunft verschlafen.
Deutschland = Autoland Nr. 1 = das ist für mich eine Art Volkseigentum! Daher hätte ich mir schon vor langer Zeit gewünscht, dass die gesamte Führungsmannschaft der deutschen Autobauer abgesetzt wird.
Es müssen endlich die Erneuerer ans Steuer, sonst habe wir keine Chance mehr.

Da VW jetzt endlich reagiert, hoffe ich, dass die anderen Hersteller nachziehen…so haben wir zumindest wieder eine Chance, bevor uns die anderen das Wasser abgraben…

RWE, Tesla, DAX:

Ich halte in diesen wirren Zeiten weiterhin an meinen wenigen Positionen fest…viel ist hier zuletzt nicht geschehen, aber vielleicht ist das auch gut so…

Henry Littig
backstagenews.de

Geschrieben von Henry Littig