„Kurzer“ Währungsausblick 2018…Euro, $ und Konsorten…

Vorab:

Österreicher müsste man sein…ich gebe zu: ich bin „positiv neidisch“!

DAS ist doch mal ein Kanzler!

Sebastian Kurz beobachte ich schon seit Jahren und habe selten einen Mann gesehen, der schon in so vergleichsweise jungen Jahren als Politiker einen derartig weit- und umsichtigen Eindruck macht…vor allem jemand, der seine Zukunft noch VOR sich hat und dementsprechend intelligent handelt…

Dagegen wirkt unsere Berliner Truppe – Merkel, Schulz und Nahles – wie eine ausgelatschte Schuhsohle…und von der erwartet man schließlich auch nicht mehr viel…

Ok – und jetzt zum Umwichtigen:

Einen generellen „Mini-Ausblick“ auf das Börsenjahr 2018 habe ich Ihnen ja schon gegeben… ( siehe https://www.backstagenews.de/2017/12/erster-mini-ausblick-auf-das-boersenjahr-2018/ )

Gravierende Änderungen bzgl. dieses Ausblicks wird es vermutlich nicht mehr geben, daher werde ich ein paar Dinge einzeln besprechen…z. B. die Währungen:

Wir erinnern uns, dass es in den Jahren 2015 und 2016 „offizielle“ Meinung war, dass der $ zunächst auf Parität (1:1) zum Euro „gehen“ sollte, um dann noch weiter anzusteigen.

Dies wurde den Anlegern gerne mit diversen Lehrbuchtheorien „verkauft“…wie z. B. Lehrbuchtheorie XY:

„Wenn in den USA die Zinsen steigen, werden Anlagen in den USA attraktiver, der Kapitalstrom in die USA verstärkt sich und der $ wird steigen!“

Eine schöne Theorie, die auch heute noch an sämtlichen Wirtschaftsuniversitäten der Welt gelehrt wird.

Leider – so denke ich persönlich – ist diese Theorie VÖLLIG FALSCH! Bzw. – es ist nur eine Theorie und solche „Lehrbuchtheorien“ sind – aus meiner Sicht – komplett ungeeignet, um Marktentwicklungen vorherzusagen.

Was logisch ist: wären solche Theorien nur im Ansatz richtig, dann bräuchten wir alle nur einen Blick ins Lehrbuch werfen und sehen die Zukunft klar vor uns…und kaum jemand wird bestreiten, dass dem nicht so ist.

Wie auch immer – unsere „Theorie“ hier auf dieser Seite war:

„Die Zinsen werden in den USA steigen und der $ wird nachgeben!“

In der Realität legte der $-Kurs dann noch eine über einjährige Seitwärtsbewegung hin, um dann letztlich bei anziehenden US-Zinsen entgegen der Lehrbuchtheorie tatsächlich abzugeben.

Fazit:

Auch bei der $-Prognose hatten wir Glück und 2017 konnte der Euro entgegen der allgemeinen „Lehrbuchtheorie“ erheblich zulegen.

Fazit 2:

Sie sehen, es lohnt sich, seine eigenen Meinungen und „Theorien“ zu entwickeln…damit wird man nicht immer Erfolg haben – aber vermutlich sehr viel öfter, als mit Lehrbuchtheorien…

2018:

Nun – das ist ja auch alles schön und gut…aber: was „macht“ den jetzt der $ im Vergleich zum Euro in 2018?

Aus meiner Sicht sehe ich den Euro zum $ weiterhin zulegen…in 2018 erwarte ich den $ in einer Range von ca. 1.11 bis 1.30 – also mit deutlich mehr Up- als Down-Potential…

Konsorten:

Wenn meine Vermutung stimmt und der Euro entgegen der allgemeinen Erwartung weiter an Wert gegenüber dem $ gewinnt, dann könnte das auch gegenüber anderen Währungen gelten…wir hatten dies hier auch schon mal angesprochen – und z. B. die norwegische Krone genannt…diese notiert aktuell bereits nahe dem historischen Tief gegenüber dem Euro und könnte in 2018 weiter abbröckeln…dass also nicht nur der $ in 2018 schwächer notieren könnte, sollte man also vor allem dann im Auge behalten, wenn man auf sogenannte Carry Trades gesetzt hat – denn auch bei Carry Trades ist das Timing das Wichtigste…

Henry Littig
backstagenews.de

Geschrieben von Henry Littig