Keine Angst vor der Korea-Krise

Man musste Anfang des Jahres kein großer Prophet sein, um „Korea“ als einen der Risikofaktoren für den Aktienmarkt auszumachen.

Wir hatten hier auf diese Möglichkeit hingewiesen.

Aber – ich persönlich ignoriere „Korea“ komplett, wenn es um die Aktienanlage geht, was logisch ist:

Es ist anzunehmen, dass es irgendwann eine „Lösung“ in diesem Konflikt geben wird – der Zeitpunkt und die Relevanz dieser „Lösung“ ist aber ungewiss. In einem grundsätzlich deutlich nach oben tendierenden Aktienmarkt macht es daher Sinn, diese Krise vorerst zu ignorieren. Man kann schätzen, dass der Konflikt (im Vorfeld oder wenn`s dann „gerumst“ hat) evtl. kurzfristig Kurswert kosten kann – im Vergleich zu den möglichen Gewinnen 2017 sollte das aber „im Rahmen“ bleiben.

Oder anders: wenn man wie wir den drohenden Konflikt einfach ignoriert, dann geht/ging man mit der Börse 2017 evtl. zunächst 2-3 Schritte vor und dann evtl. einen zurück. Macht „plus 1-2 Schritte“.

Läßt man sich jedoch von dem Konflikt beeinflussen und hätte z. B. deswegen bisher abgewartet, so verpasst man im günstigsten Fall 1-2 Schritte – und auch nur dann, wenn man genau im Zwischentief (also wenn es „gerumst“ hat) einsteigt…und diesen Einstieg muss man erst mal hinbekommen. Vor allem dann, wenn die Medien dann voller atomarer Untergangs-Szenarien sind.

Fazit:

Ich bleibe meinen Positionen vorerst treu. Wenn es über Nacht „kracht“, dann kracht es eben.

Sollte es hingeben wie damals im Irak zu einem halbjährigen Truppenaufmarsch kommen, dann könnte ein evtl. vorübergehender Ausstieg Sinn machen…aber so weit sind wir noch nicht.

Grundsätzlich:

Frieden, Freiheit, Recht und Wohlstand sind keine Grundregeln der Natur. Ich weiss, dass viele in Europa so denken, aber meiner Meinung nach muss man sich diese Werte hart erarbeiten und auch immer wieder erkämpfen.
Daher ist ein Kampf für Frieden und Freiheit nicht grundsätzlich eine schlechte Sache – es ist ein notwendiges Übel, dass man ab und an ertragen muss.

Und je schneller es in Korea zu einer „Lösung“ kommt, umso weniger stark sind die Auswirkungen. Und das sollte im Interesse aller sein…zumindest im Interesse derjenigen, die wie wir in einer freien Welt leben wollen.

Henry Littig
backstagenews.de

Geschrieben von Henry Littig