FC Lufthansa-1929

Heute rappelt es wieder a bissl an den Börsen…zum Glück sind wir nicht dabei. Und auch heute sehe ich keinen Grund, den Markt langfristig zu kaufen.

Die vielen ungelösten Probleme drücken weiterhin auf die Stimmung – mit mittelfristig eher dem Hang zur Verschlechterung.

Wir haben hier noch nicht über die einzelnen Probleme gesprochen, aber ich kann Ihnen gerne eine kleine Kostprobe geben:

Z. B. China

Über die China-Rezession wird viel geredet. Es wird „befürchtet“, dass Wachstum könnte von 7-8 auf z. B. 6% absinken…das wird dann immer als „letztlich nicht so schlimm“ dargestellt – was auch richtig WÄRE.

ABER – z. B. der Möglichkeit einer ECHTEN Rezession in China – also kurzfristig negatives Wachstum – wird aktuell überhaupt keine Beachtung geschenkt. Nach über 20 Jahren stürmischen Wachstums ist das m. M. n. jedoch nicht auszuschließen. Es wäre sogar gesund! In China ist viel Gutes entstanden – aber viel ist eben auch auf Sand gebaut. Da wäre eine ECHTE Bereinigung der Wirtschaft in jedem Falle angebracht! Ich erwarte eine solche echte Rezession nicht unbedingt – aber ausschließen darf man das nicht. Da ich schon seit langem von staatliche Stützungskäufen am Aktienmarkt lese, so ist das so ziemlich „letztes Stadium“ – so hat es 1929 auch angefangen…

Oder der Ölpreis

Noch jubeln die Autofahrer!

Aber wenn der Ölpreis weiter niedrig bleibt oder sogar weiter sinkt, dann schaltet der Nahe Osten direkt vom Arabischem Frühling auf Eiszeit um!
„Syrien“ wäre dann überall in dieser Region – und somit drohen dann auch bei uns über bekannte Mechanismen ähnliche Verhältnisse. Von daher bin ich persönlich vom niedrigen Ölpreis nicht so ganz begeistert.
Und warum sollte das Öl im Preis zulegen? Die Nachfrage könnte in den nächsten zig Jahren sogar drastisch SINKEN! ÖL – brauch letztlich kein Mensch! Und wenn der Trend hin zu neuen Energien/Elektroantrieben in diesem Tempo weitergeht, sollten wir uns eher Sorgen machen – als an den Tankstellen zu jubeln.

U. s. w., u. s. w….

Fazit:

Die Märkte bleiben zunächst unberechenbar.

Z. B. es reicht schon wenn sich Saudis und Iraner ein wenig verbal am Riemen reissen. Dann wird`s an den Börsen sofort einen kleinen Rebound geben. Aber ob das eine verlässliche Basis für einen nachhaltig steigenden Aktienmarkt ist, da bin ich mir nicht sicher.

Kranich:

Es bleibt daher nur die gute alte Lufthansa. Die ist auch heute im DAX ganz vorne mit dabei. Leider enden solchen „Glückssträhnen“ auch irgendwann einmal…aber: als leidgeprüfter FC-Fan weiß ich eines ganz genau: „man muss die Feste feiern wie sie fallen“, daher:

An den Börsen sind wir auch an so einem Tag sehr zufrieden.

Henry Littig
backstagenews.de

Geschrieben von Henry Littig