Börsenausblick 2016!

DAX:

Der Markt bleibt aktuell schwer kalkulierbar. Es gibt aus meiner Sicht zu viele Variablen, die den Markt jederzeit in beide Richtungen bewegen können. Es macht auch wenig Sinn, diese Variablen hier aufzuzählen – die meisten sind bekannt und auch die allgemeinen Unwägbarkeiten, die damit verbunden sind.
Aus meiner heutigen Sicht kann diese Situation noch Wochen oder gar Monate andauern. Daher ist eine genaue DAX-Prognose für 2016 derzeit nicht sinnvoll und wir werden uns weiterhin mit kurzfristigen Trends beschäftigen.

Aktuell sind wir long im DAX bei 10370 Punkten und halten diese Position noch ein Weilchen.

Euro:

Den Euro sehe ich in 2016 stärker zum Dollar.

Der Markt rechnet zwar weiterhin mit der Parität, liegt damit aber jetzt schon seit einem Jahr falsch. Sollte der $ tatsächlich im Jahresverlauf abbröckeln, wird es zu diversen Turbulenzen an den Märkten kommen.
Denn vor allem die deutschen Aktienmärkte bedienten sich bis heute der Story „ein starker $ stützt“.
Persönlich bin ich der Meinung, dass der starke $ die deutschen Märkte nicht gestützt, sondern gebremst hat.
Bis sich diese Überzeugung jedoch an den Börsen als neue Wahrheit verkaufen lässt, wird aber Zeit vergehen. Daher wird der evtl. anziehende Euro den DAX zunächst bremsen, da vor allem inländische Anleger verkaufen werden. Auf mittlere Sicht sollte es aber zu Kursgewinnen kommen, da vor allem die ausländischen Investoren Kursgewinne durch den starken Euro verbuchen.
Und Börsen entwickeln sich immer aus Sicht der Investoren – und nicht aus Sicht der Unternehmen.
Der Euro ist somit eine der vielen oben erwähnten Variablen, die in 2016 zu Verwerfungen im DAX führen werden…und schon hier sieht man, dass weder klar ist, wohin der Euro läuft noch was das genau für Auswirkungen hat.

Aber meine Prognose steht hier fest: der $ wird 2016 nachgeben und die Börsen dürften davon am Ende profitieren.

Lufthansa:

Sollte der Euro stärker werden, wird Lufthansa davon in jedem Fall profitieren. So ist und bleibt Lufthansa mein einziger Wert mit realistischem Potential in 2016.

Öl:

Der Ölpreis bleibt ein Wackelkandidat für 2016…das Tief müssen wir noch nicht gesehen haben…warum Rohstoffe letztlich IMMER im Preis SINKEN MÜSSEN und auf KEINEN FALL langfristig steigen können, habe ich Ihnen schon 2012 – zu damals noch sehr hohen Rohstoffpreisen – ausführlich erläutert.

Dies gilt noch immer http://www.wirropedia.de/die-rohstoffluge/

Russland:

Russische Assets bleiben attraktiv und sollten auch 2016 im Preis zulegen. Was das Ganze dann in Euro gesehen wert ist, muss man sehen – der Rubelkurs bleibt ein Risiko.
Das Gute an Russland ist: „da ist nix gut“ – und wo „nix gut ist“ besteht viel Potential für Wachstum. Geld ist genug vorhanden, die Sanktionen stärker immer mehr das Inlandswachstum und es gibt eine Politik, die alles durchsetzen könnte – wenn sie denn wollte. Ob sie wirklich will – kann ich nicht sagen. Es erscheint jedoch logisch, dass das russische Regime innenpolitisch die Flucht nach vorne antreten muss und wird…

Daher ist und bleibt Russland auch 2016 meine ausländische Favoritenbörse.

Ihnen ein erfolgreiches Börsenjahr 2016!

Henry Littig
backstagenews.de

Geschrieben von Henry Littig