DAX-Short…die „Langweiligkeits-Baisse“ droht…

Der erste kurzfristige DAX-Trade auf der Shortseite war erfolgreich. Noch am Montag Nachmittag fiel das Ding gegen 14:30 Uhr wie ein Stein und ich konnte die ersten 250 Pünktchen mitnehmen.

Aber – es war ja nur eine erste sehr kleine Testposition.

Gestern morgen bin ich um 10950 jedoch eine größere DAX-Shortposition eingegangen. Heute notieren wir zunächst tiefer und ich bleibe short.

WARUM?

Warum bin ich überhaupt seit Montag short im Markt? Bisher hatte ich doch auf einen Ausbruch nach oben gehofft?

Meine weltbewegende „Analyse“ lautet:

In der letzten Woche stellte ich mir gemeinsam mit einem Kollegen die entscheidende Frage:

Welche Aktie kann man aktuell mit gutem Gewissen kaufen?

Antwort:

Keine!!!

Dann philosophierten wir ein wenig rum…nach dem Motto „dann sollte man jetzt besser nichts machen“, cash bleiben und abwarten.

Nach ein paar Sekunden jedoch dachte ich mir: „Ja, oder short gehen!“

Was logisch war! Wenn es doch keinerlei attraktiven Investments gibt, dann hält sich ein Markt evtl. eine Weile. Aber er läuft immerhin schon seit Monaten seitwärts. Und jede Möglichkeit, nach oben auszubrechen, hat er nicht genutzt.

Somit droht dem Markt jetzt eine „Langweiligkeits-Baisse“ – ähnlich wie 2011. Nicht unbedingt in der gleichen Stärke, aber nach dem gleichen Prinzip.

Das Prinzip lautet: irgendwann geht die Seitwärtsbewegung den ersten Anleger auf die Nerven – mir zum Beispiel. Und dann verkaufen die ersten – ich zum Beispiel. Na ja – und das geht dann munter so weiter…es kann zumindest so laufen…

Und nicht zu vergessen: überall auf der Welt bauen sich gerade Risiken auf. Auf der Währungsseite, China, aufgeblähte Märkte etc., etc., etc….

Da findet der Markt sehr schnell ein paar gute Gründe, nach unten zu laufen…evtl. sogar deutlich…das muss nicht geschehen, kann aber…und wenn es geschieht, dann vermutlich jetzt…

Fazit:

Aktuell bin ich lieber short als long…aber ohne genaues Kursziel…

Mal sehen, wie es weiterläuft…

Henry Littig
backstagenews.de

Geschrieben von Henry Littig