Euro/DAX/Nix-it

Unsere einzige echte Position – „Euro gegen alle Widerstände long“ – sieht weiterhin ganz gut aus. Ich bin – incl. Nachkäufe – bei knapp 1.10 dabei…in diversen Hebelprodukten, versteht sich…das ist noch kein beruhigendes Polster – aber ein guter Anfang.

Meine Gedanken zum Euro haben sich nicht verändert:

Zum einen ist der Euro m. M. n. nach wie vor unterbewertet – ich denke so min. 1.20 wären angemessen…zum anderen ist die Stimmung bzgl. unserer Währung nach wie vor schlecht – und dass spricht aus meiner Erfahrung für mittelfristig steigende Kurse.

Und Griechenland?

Hat aus meiner Sicht – wie hier schon beschrieben – im Mittel positive Effekt auf den Euro.

Und die böse, böse anstehende Zinserhöhung in den USA, die den Euro weiter schwächen soll?

Ist aus meiner Sicht ebenso nicht negativ, sondern positiv (!) für den Euro. Das hat man in Ansätzen schon gestern gesehen!

Welche Risiken sehe ich für den Euro:

Natürlich kann es durch unsere griechischen Freunde in der Tat zu diversen Verwirrungen kommen. Aber das diese einen nennenswerten und vor allem nachhaltigen Einfluss auf den Euro haben, ist zwar unwahrscheinlich, aber doch letztlich möglich.

Und – in der Ostukraine steht zumindest theoretisch die Eroberung der Landbrücke zur Krim „auf dem Sommer-Programm“. Auch das könnte den Euro etwas drücken. Schießerei im Nachbarland – das sieht man nicht so gerne.
Und wer sollte Russland jetzt noch davon abhalten? Die G7 wollen Russland nicht mehr haben – was diesen völlig wurscht ist. Und die Sanktionen wurden von der EU dummerweise verlängert – was zum einen zwar die Binnenkonjunktur in Russland fördert und zum anderen aber Putin in die Lage versetzt, sich tatsächlich jetzt die Landbrücke zur Krim einzuverleiben.

Denn – was sollte ihn jetzt noch davon abhalten?

Richtig – streng nach dem Motto „ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert“ ab jetzt GAR NICHTS.

Ob das wirklich geschieht, hängt vermutlich von dem Verlauf der russischen Binnenkonjunktur ab – je schleppender diese verläuft, desto eher wird sich Putin mit einem militärischen Erfolg weitere Rückendeckung in der Bevölkerung besorgen. Daher – in der Ukraine kann es in jeder Stunde „losgehen“ – muss jedoch nicht.

Fazit Euro:

Unter dem Strich besteht weiteres Aufwärtspotential.

Der DAX…

…ist unter Druck. Wir sind nicht dabei – daher ist das nicht so schlimm. Ich hatte vor ein paar Wochen schon mal erwähnt, dass ein steigender Euro letztlich gut für den DAX ist. Dabei bleibe ich – jedoch kommt diese Meinung wohl noch zu früh. Aktuell reagiert der DAX negativ auf den steigenden Euro, da dies seit langem Story am Markt ist. Aber ich vermute, dass sich das bald ändert – aber noch ist man zu diesem Umdenken nicht bereit…aber das kommt noch…vielleicht…

Nix-it:

Und Griechenland? Ist das nicht schön?

Europa geht es gut!!!

Wissen Sie auch warum? Weil man es in der Tat schafft, sich jetzt schon seit Jahren latent und seit 6 Monaten intensiv mit diesem „non-event“ zu beschäftigen!!!

Super, oder? Wenn es echte Probleme in Europa auf der Finanzseite geben würde, dann wäre Deutschland in den Schlagzeilen, oder Frankreich, oder, oder, oder…

Aber es ist – richtig – Griechenland…

Sollte das Thema auch am nächsten Montag noch immer nicht gelöst sein, werde ich Ihnen gerne meine Version des Grexit – den Nix-it – vorstellen…

Henry Littig
backstagenews.de

Geschrieben von Henry Littig