Positionsupdate

Um der „positiven Börsenlangeweile“ zu entgehen, habe ich Ihnen ein kurzes Update zu einigen Positionen versprochen:

Z. B. Euro:

Am 26.01.2015 – genau auf dem letzten Zwischentief – habe ich eine eher positive Einschätzung zum Euro abgegeben. Damals war die Stimmung zum Euro extrem negativ – dennoch hielt ich eine Aufwertung zum $ durchaus für denkbar. Die nächsten 6 Wochen konnte der Kurs in der Tat zulegen.
Vor 2 Wochen gab der Euro dann jedoch nochmals nach und schwankt seitdem heftig. Meine Meinung, dass der Euro früher oder später gegenüber dem heutigen Niveau gegen den $ zulegen kann, halte ich weiter aufrecht. Die Gründe sind die Gleichen wie am 26.01. beschrieben.

Facebook:

Hier bin ich seit dem 18.02. long – meine Prognose „eine Aktie, die 80 sieht, sieht auch 100 – und eine Aktie, die 100 sieht, sieht auch 120“ bleibt bestehen. Selbstverständlich passen auch andere Daten zu dieser Aussage.
Fazit: nächstes Kursziel 100 $

Herbalife:

Ob sie es glauben oder nicht – hier bin ich noch immer long dabei und habe zuletzt meine Positionen wieder deutlich verstärkt. Warum? Ich bin der Meinung, dass a) alle wahrscheinlichen Resultate der FTC-Prüfung bereits im Kurs enthalten sind und Herbalife schon im vergangenen Jahr rein präventiv seine Vertriebspraktiken angepasst hat. Daher sollte der Kurs sein zyklisches Tief gesehen haben. Das gilt natürlich nicht für den Fall, dass sich die FTC etwas überraschend „Schlimmes“ für Herbalife ausgedacht hat. Jedoch winkt im positiven Fall als ausgleichende Option eine starke Rallye.

Und b): wenn man ein paar „kaum beachtete Faktoren“ zusammen zählt, dann kann ein Buyout durch eine Gruppe von Investoren in naher Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Diese Investoren könnten Herbalife dann komplett von der Börse nehmen und in 2 – 5 Jahren mit einem Riesenprofit wieder am Markt plazieren. Leider wäre der Übernahmepreis in diesem Fall nicht ganz so hoch wie er durch einen möglichen Short Squeeze gehen könnte – logisch…auch für diese Investoren liegt der Segen im Einkauf. Dies könnte erklären, warum diverse Gruppen den Kurs zwar weiter absacken lassen, ihre Positionen jedoch unbemerkt derart verstärken, dass den Shortsellern eigentlich schwindelig werden sollte. Who knows – die Rechnung wird auch hier am Schluss gemacht…

Infineon:

Hier bin ich seit Oktober bei 7 Europaargequetschte dabei und halte weiter. Bis Jahresende sollte sich der Wert aus meiner Sicht nochmals besser als der Markt entwickeln und ich peile Kurse von 14 – 20 Euro an…

Zu Apple

…haben wir schon zuletzt etwas zu Papier gebracht. Das Geschäftspotential der nächsten Jahre ist noch immer mehr als ansehnlich – der Kurs hat daher auch jetzt noch Potential.

Gold – Implosion?

Vor ein paar Tagen entdeckte ich im Netz ein Video eines bekannten Nachrichtensenders mit folgender Schlagzeile: „Experten sehen Goldpreisexplosion!“…hmm – das musste ich mir natürlich ansehen…in diesem Video wurde eine Kursverdoppelung in 15 Jahren !!! in „vage Aussicht“ gestellt.
Fazit: die Medienlandschaft lässt grüßen!
KURSEXPLOSION??? Eine Verdopplung in 15 Jahren? Was soll denn das für eine Explosion sein? Das macht doch jede drittklassige Aktie in 3 Monaten, wenn`s mal gut läuft…
Wie Sie wissen, bin ich Ende 2012 bei ca. 1750 $ aus dem Gold ausgestiegen – seit dem kennt der Preis nur eine Richtung – nach UNTEN.
Und solange sich das nicht ändert setze ich weiter auf eine KURSIMPLOSION!

Tesla:

„Eigentlich“ müsste der Tesla-Kurs schon wieder höher sein…aber da er das nicht ist und die Börse bekanntlich immer Recht hat, könnte hier noch etwas „geschehen“…eine Kapitalerhöhung, eine neuerliche Verzögerung des Model X etc….wir werden es bald wissen.

Osisko Gold

Aber auch bei mir ist nicht alles Gold, was glänzt. Meinen ersten Long-Ausflug in eine Goldaktie seit Menschengedenken endete mit einem Verlust an der Stopmarke. Kleiner Trost: der Wert gab nur unterdurchschnittlich ab – daher war es ein „guter Verlust“…naja…

Russische Assets:

Der Einstieg in russische Assets inmitten der ganzen Propagandaschlacht war bislang recht erfolgreich. Die Ukraine-Krise entwickelt sich weiterhin wie schon Anfang 2014 prognostiziert und die damit verbundenen Spannungen nehmen spürbar ab. So oder so wäre es für russische Anlagen ein perfekter Kaufzeitpunkt gewesen. Vor allem im Anleihebereich. Russische Staatsanleihen haben logischerweise ein Ausfallrisiko von nahe 0 % – und das bei hohen Zinsen. Ein potentielles Risiko besteht aus meiner Sicht nur für den Rubel. Aber der Rubel hat zuletzt wie gewünscht deutlich aufgewertet und sollte noch weiter ansteigen. Natürlich – sackt das Öl jetzt auf 30 $ ab, dann nehmen die Risiken zu – aber ohne Risiken kein Gewinn.
Letztlich sehe ich für Russland noch immer einen Megaboom, der ca. Mitte 2016 beginnt. Daher halte ich auch an russischen Anlagen fest.

Rüstungsaktien…

…sind auch gut angelaufen. Endlich – aus meiner Sicht – wird auch hier im Land mal wieder über notwendige Aufrüstung gesprochen. Selbst über eine europäische Armee – auch eine langjährige Hoffnung von mir – wird debattiert. Vermutlich hat man so langsam eingesehen, dass uns die „Frieden-schaffen-ohne-Waffen-Fraktion“ vollkommen schutzlos auf dem Präsentierteller zurückgelassen hat. Noch ist es nicht zu spät, aber Eile scheint geboten. Rüstungsaktien sollten daher in den nächsten Jahren profitieren.

Henry Littig
Backstagenews.de

Geschrieben von Henry Littig