Das FC-Bayern-DAX-Syndrom

Der DAX läuft weiter friedlich vor sich hin.
Stimmen, die eine Korrektur erwarten, werden jedoch lauter.

Persönlich teile ich diese Bedenken nicht – noch nicht. So wie der Markt Stand heute aussieht, wird er einfach weiter steigen…

Mit den Prognosen, dass eine Korrektur jetzt kommen MÜSSE verhält es sich m. M. n. genau wie mit vor einer Saison aufgestellten Prognosen, dass Bayern diesmal nicht Meister wird.
Wenn man das nur oft genug behauptet, dann ist es unausweichlich, dass man eines Tages Recht hat. Jedoch wird man „netto“ am Wettmarkt über die Jahre gesehen verlieren.

Mit der DAX-Korrektur ist es ähnlich: schon bei 10.000 Punkten hieß es, „der Markt kommt noch mal `runter“…das Gleiche bei 10.500, bei 11 .000 und jetzt bei 11500 sowieso.
Wenn wir der Einfachheit davon ausgehen, dass auch ich die zukünftige Korrektur nicht auf den Tag genau erkenne, dann liegen wir in diesem Fall dennoch richtig und haben trotz der Korrektur netto Geld verdient.

Wenn man jedoch nicht im Markt ist, weil man auf die Korrektur wartet, dann kann man zwar – wenn sie dann kommt – sagen „ich hatte Recht“ – aber ohne netto etwas verdient zu haben.

Fazit:

An der Börse ist es nicht immer gut, am langen Ende RECHT haben zu wollen. Am langen Ende Geld zu verdienen, erscheint mir letztlich lukrativer zu sein.

PS: um beim Fußball zu bleiben – SCHÖÖÖÖN – der FC hat gestern mal wieder gewonnen. Vier Murmeln gemacht – und ich war live dabei…was kümmert mich jetzt noch eine DAX-Korrektur?

Henry Littig
Backstagenews.de

Geschrieben von Henry Littig