Et hät noch immer jot jejange! (2)

Na – geht doch! Unser neues „System“ der Börsenkalauerei scheint zu funktionieren.

Seit dem ich meinen am 02.05. prognostizierten Ausbruch der Märkte mit ein paar „schlauen Sätzen“ untermauert habe, könnte die Wackelpartie an den Börsen tatsächlich ein Ende nehmen, denn:

Um Dividenden bereinigt (erkennbar z. B. am Juni-Future) erreichte der von mir favorisierte Euro Stoxx 50 schon heute ein neues Hoch!

Natürlich „macht eine Schwalbe noch keinen Sommer“ – und ein „richtiger“ Ausbruch wäre für mich erst dann erreicht, wenn auch der gute alte DAX sein altes Hoch knackt – und bis dahin sind es noch 100 Punkte!

Fazit:

Ich bleibe weiterhin long in Europäischen Aktien und versuche bei Einzelwerten nur sehr selektiv vorzugehen. Ich sehe weiterhin deutliches Aufwärtspotential noch in diesem Jahr!

„Wahl“ in der Ostukraine:

Zum einen verliert das ganze Ukraine Thema an den Börsen, wie geplant, immer mehr an Bedeutung – egal was da passiert…zum anderen gibt es nach der „Wahl“ seit heute mal wieder „klare Verhältnisse“.

Natürlich wird die Wahl im Westen nicht anerkannt.

Außer von mir vielleicht!

Und wissen Sie auch warum?

Ganz einfach: erst heute öffnete ich einen Umschlag mit Europawahlunterlagen, die ich mir habe zuschicken lassen. Zeitgleich findet hier in NRW auch die Kommunalwahl statt.

Ich erhielt folgende Dokumente:

3 Stimmzettel für die Kommunalwahl mit jeweils 3 – 12 Parteien…dann den Europastimmzettel mit 24 Parteien…dazu 2 Wahlscheine, die ausgefüllt und unterschrieben werden mussten…dazu zwei Umschläge für die Stimmzettel und Wahlscheine und zwei Umschläge für den Postversandt…dazu 2 Zettel, die mir zu erklären versuchten, welchen Zettel ich in welchen Umschlag zu stecken hatte. Plus ein Anschreiben – macht 13 Dokumente!!!

So viel zur Technik! Dann kommt noch hinzu, dass kein Mensch in Europa alle Parteiprogramme kennt und auch nicht die Kandidaten! Dazu kommt dann noch, dass die Personen, die im z. B. TV Werbung für diese Parteien machen, letztlich gar nicht wählbar sind!

Dies sollen also „FAIRE und FREIE Wahlen“ sein?

Wie kann denn das sein, wenn die Mehrheit der Wählenden gar nicht versteht, was und wofür sie da eigentlich wählen!?

Sehen Sie, da sieht es in der Ostukraine (und auch damals auf der Krim) doch deutlich besser aus:

Eine einfach Frage, eine einfache Antwort! Das versteht jeder! Dazu ein paar Wachposten mit Kalaschnikows, die einen reibungslosen Ablauf garantieren– das funktioniert!

Natürlich könnte man jetzt sagen, ich meine dies alles nur ironisch – aber das ist nur die halbe Wahrheit. Denn auch westliche Beobachter haben errechnet, dass die Wahlergebnisse der beiden Referenden natürlich „etwas geschönt“ ausfallen – in jedem Fall jedoch die korrekte Tendenz in der Bevölkerung widerspiegeln.
Daher bleibt die Feststellung, dass auch bei diesem Referendum die Ergebnisse in keinem Fall 100%ig korrekt sind – aber sie sind klar und eindeutig!
Bei unserer anstehenden Europawahl dagegen sind die Ergebnisse i. d. R 100%ig korrekt, aber keiner weiß, was und warum er gewählt hat!

Fazit:

Ich glaube, beide „Wahl-Systeme“ können voneinander lernen…im „Osten“ wäre ein Tick mehr Transparenz sicher hilfreich und hier im „Westen“ eine klarere Linie…

Henry Littig
backstagenews.de

Geschrieben von Henry Littig