Erstklassig

Den gewohnten „Montags-Newsletter“ musste ich diese Woche leider ausfallen lassen.

Die Euro-Börsen hatten ohnehin geschlossen und gedanklich war ich natürlich schon tagsüber „im Stadion“, wo ich als leidgeprüfter FC-Fan am Montag Abend das Aufstiegsspiel gegen Bochum gesehen habe.

3:1 gewonnen, aufgestiegen – alles gut!

Und? Hat das auch etwas mit der Börse zu tun?

Es gibt hier in der Tat „Gefühlsparallelen“!

Der Aufstieg an sich ist super! Alles bestens! Aber was kommt danach?

Das ist ungefähr so, als wenn man eine Aktie bei 10 gekauft hat, die man bei Limit 15 oder mit Stop Loss 9 verkaufen will und die plötzlich auf 12,50 hochläuft! Da freut man sich natürlich über diesen Zwischenstand – aber man verkauft eben noch nicht. Und hat somit auch das Risiko, dass der Wert wieder auf 10 oder gar darunter fällt.

Sie sehen, mit der Börse kann man sich die ganze Welt erklären – oder andersrum…und genauso gehe ich ja bekanntlich auch bei meinen „Analysen“ vor: Ich versuche einfach Grundmuster der realen Welt auf die Börsen zu übertragen…das funktioniert – meistens zumindest…

Zur Börse:

Unser Wiedereinstieg in die Euro-Börsen Mitte letzter Woche war bislang richtig. Der „Konflikt“ war damals auf dem Höhepunkt und es gab tatsächlich eine „Art Einigung“ in Genf…das daraus über Nacht bislang nichts zählbares entstanden ist, war vermutlich auch so zu erwarten. In jedem Fall sind die Kurse seit dem gestiegen!

Ganz wichtig:

Die Ukraine-Krise beginnt langsam zu nerven!!!

Bemerken Sie das auch? Seit Wochen wird darüber berichtet, welcher in grün gekleidete Separatist welches Gebäude besetzt hat und ob er vom Westen oder Osten „geschmiert“ wird. Und ebenfalls seit Wochen wird in den Medien eine Eskalation herbeigeredet bzw. herbeigesehnt! Das ist ungefähr so, als wenn der Sportreporter beim Stand von 3:0 kurz vor Schluss den Zuschauern noch immer Spannung vermitteln will.

Und daher gehe ich davon aus, dass die Bereitschaft von Politik und Medien starke Worte über den „Konflikt“ zu verteilen in den nächsten Tagen/Wochen stetig abnimmt…und DAS führt dann unweigerlich zu der gewünschten DEESKALATION der Lage…natürlich kann auch das „dicke Ende“ noch immer kommen – aber das ist natürlich das Grundrisiko.

Daher gehe ich davon aus, dass die Börsen weiter steigen werden. Rückschläge drohen natürlich immer bei neuen echten oder medialen Eskalationsspitzen, aber diese sollten – vom Big Bang abgesehen – moderat bleiben und zu Käufen genutzt werden.

Vor ein paar Tagen habe ich sogar eine deutsche Rüstungsaktie gekauft…der Name klingt in etwa so wie „Mosel-Blech“…der Wert steht aktuell um die 50 Euro und ich erwarte ein Kursplus von bis zu 50 % innerhalb von 6 – 12 Monaten.

Warum?

Ganz einfach!

Getrieben durch unseren Brüsseler Kuschelkurs Marke „Wir in Europa haben uns alle lieb und lasst uns über alles reden“ wurden in den letzten Jahren immer mehr %te der Verteidigungshaushalte ins soziale Netz umgeleitet. Mit katastrophalen Folgen! Europa ist völlig schutzlos! Einzig die USA können für unsere Sicherheit garantieren…und das lassen die sich auch gut bezahlen! Zu Recht! Wenn wir eben nicht in der Lage sind, für uns selbst zu sorgen, müssen wir uns nicht wundern, dass wir eben nach diese Pfeife tanzen müssen. Ich persönlich habe auch kein Problem damit. Aber da die Europolitiker Europa ja gerne als stark ansehen, wird man nicht drum herum kommen, wieder selbst mehr für Verteidigung auszugeben. Naja, und das sollte nicht zum Schaden von Airbus, „Mosel-Blech“ und Konsorten sein…

Und die Zeit drängt! Nehmen Sie sich mal den Globus und schauen Sie sich die Grenzen der EU an – da brennt es überall! Lybien, Ägypthen, Israel, Palestina, Libanon, Syrien, Iran, Irak, jetzt auch Ukraine, Russland und Moldawien….

Also ich kann da auch ohne Brille schon das eine oder andere Rauchsignal erkennen…oder anders: wir sitzen bereits auf einem riesigen Pulverfass – und haben keine ernstzunehmende europäische Verteidigung? Das ist doch lächerlich, aber leider wahr!

Und da die Damen und Herren in Brüssel nicht dauerhaft die Augen vor den Realitäten (Libyen bis Moldawien) verschließen können (oder etwa doch!?), erwarte ich hier ein Umdenken noch in diesem Jahr! Hoffentlich…

Wir werden ja sehen…

Henry Littig
Backstagenews.de

Geschrieben von Henry Littig