Aktuell legen die Börsen eine kleine Verschnaufpause ein. Allerdings waren die Kursrückschläge m .M. n. bislang noch viel zu harmlos, um hier überhaupt von einer Korrektur sprechen zu können.

So befindet sich der DAX genau genommen noch immer auf seinem Hoch bzw. schwankt nur wenige Pünkchten darunter hin und her.

Und:

Auch heute bleibe ich meiner bullishen Meinung treu – ich sehe weiterhin eher steigende Kurse zunächst bis zum Jahresende!

Doch wie erklärt sich das eigentlich? Sind nicht derzeit die Zeichen einer konjunkturellen Abkühlung überall spürbar? Welche plausiblen Argumente für weiter steigende Kurse gibt es überhaupt? Sollte man daher nicht eher short gehen?

Nein, ich denke, man sollte long bleiben!

Warum: Zum einen ist die aktuelle Abkühlung der Weltwirtschaft aus meiner Sicht nur vorübergehend und sollte nicht länger als 2 – 4 Monate anhalten. Dies wäre auch nur logisch, denn die aktuelle Verschlechterung der Realwirtschaft basiert vor allem auf den Ängsten aller Beteiligten bzgl. der Euro-Krise. Und diese Euro-Krise ist noch immer fest in den Köpfen der meisten Menschen verankert.
Für mich persönlich erscheint dagegen die Euro-Krise für die nächsten paar Jahre gelöst zu sein. Die relevanten Notenbanken FED und EZB haben sich zu einer Einheit zusammen geschlossen und sind willens, so viel Geld wie nötig in die Hand zu nehmen, um die Lage zu stabilisieren.

Und die Macht der Notenbanken ist nicht zu unterschätzen! Daran werden auch keine Demonstrationen in Südeuropa oder negativen „Troika-Berichte“ aus Griechenland etwas ändern können.
Daher ist absehbar, dass sich die Stimmungslage bzgl. Euro-Krise von nun an Schritt für Schritt verbessert und somit den aktuell stotternden Konjunkturmotor kurzfristig wieder anwirft. Dabei erwarte ich zwar keinesfalls einen neuen Weltwirtschaftsboom, jedoch eine schleichende Krisenentspannungskonjunktur.

Und vor diesem Szenario kann ich mir aktuell keine deutlich sinkende Börse vorstellen.

Und – was für mich noch sehr wichtg ist:

Das Vertrauen der Anleger ist noch immer auf sehr niedrigem Niveau. Die Notenbanken wissen jedoch genau, dass ohne wiederkehrendes Anlegervertrauen das gesamte Wirtschafts- und Finanzsystem auf dem Spiel steht. Deshalb wäre eine gerade jetzt deutlich einbrechende Börse der endgültige Todesstoß für die allgemeine Börsenlandschaft. Ich glaube zwar nicht, dass die Notenbanken einen generellen Wandel unserer aktuellen Wirtschafts- und Finanzkultur langfristig verhindert können, aber in jedem Falle kurzfristig – allein bedingt aus ihren Selbsterhaltungstrieb!

Daher kann ich mir eher vorstellen, dass die Börsen unter dem Strich weiterhin sehr verhalten auf schlechte Nachrichten reagieren, da die Verantwortlichen gerade jetzt eine Zunahme des Vertrauens in das ganze System dringend benötigen. Und mit sinkenden Kurse ist das unmöglich!

Fazit:

Ich bin seit Ende Juni (DAX damals ca. bei 6150 Punkte) optimistisch für die Börsen und erwartete steigende Kurse bis zum Jahresende. Jetzt, im Oktober und bei schon ca. 7300 Punkten sehe ich keinerlei Veranlassung, meine Meinung zu ändern!

Witzig:

Vorhin las ich, der Markt sei BESORGT, weil Spanien evtl. KEINEN Antrag auf Hilfen stellen will!
Natürlich – die Zeiten ändern sich, aber vor 1 – 2 Jahren wäre es eine Katastrophe gewesen, wenn Spanien seine Quasipleite verkündet hätte. Und jetzt ist der Markt BESORGT, dass Spanien evtl. nicht Pleite ist…ist das nicht urkomisch!?
Natürlich bin ich mir – wie schon gesagt – bewusst, dass sich die Dinge und Ansichten (auch bei mir) permanent ändern. Aber das ist doch schon ein echter Hammer, oder?

Und was ich damit sagen will:

Entkoppeln Sie sich von dem Strom dieser Nachrichten! Machen Sie sich immer Ihre eigenen Gedanken zu den Themen und stehen Sie dann zu Ihren eigenen Meinungen und getroffenen Entscheidungen! Achten Sie vor allem auf die Kurse – denn das ist die einzige Realität, um die es im Grunde geht. Dann kann man an Börse zumindest theoretisch Erfolg haben!

Vertrauen Sie dagegen auf solche Nachrichten (wie oben), dann haben Sie keine Chance!

Vielen Dank!

Nach der Erstbewerbung meines Buches „Herzlich willkommen in der Zeit nach dem Kapitalismus“ sind in der Tat zahlreiche Bestellungen eingegangen!
Vielen Dank dafür!!! Und viel Spaß beim Lesen!

Zum heutigen Thema finden sich auch einige Passagen in meinem neuen Buch. Zum einen denke ich, dass die Notenbanken über kurz oder lang SÄMTLICHE Staatsschulden (somit auch unsere) aufkaufen und die internationale Schuldenkrise zunächst erfolgreich bekämpfen.
Auch das allgemeine Vertrauen in das System werden die Notenbanken kurzfristig stabilisieren.

Kurzfristig…

Aber – langfristig werden alle Versuche, das allgemeine Vertrauen wieder über den kritischen Punkt zu hieven, und somit das aktuelle System zu erhalten, scheitern!
Und das ist für mich unausweichlich!

Übrigens ist für mich das Ende des aktuellen Finanzkapitalismus nichts ungewöhnliches. Denn ein Ende von Finanz- und Bankensystemen hat es seit dem Mittelalter schon zig mal gegeben – und jetzt wird es eben wieder geschehen! Daher ist das Ende des Wirtschaftssystems, in dem wir leben, auch nichts grundsätzlich Gutes oder Schlechtes. Es ist einfach so, wie es ist.

Und das mögliche wirtschaftliches Folgeszenario, das ich beschreibe, hat zudem auch nicht wirklich etwas mit „Weltuntergang“ etc. zu tun. Vielmehr steuert die Menschheit auf ein neues Wirtschaftssystem zu, das keine Wünsche offen läßt! Und zudem schon morgen funktionieren könnte!

Hier der Link zu einer Buchwerbung:
www.lifepr.de/attachment/409430/AZ_Littig.pdf

Und bestellen können Sie am schnellsten und einfachsten direkt beim Verlag unter promakler.de…einfach Ihre Adresse eingeben und abschicken. Es ist kein Kundenkonto etc. erforderlich – einfacher geht’s nicht!

promakler.de

Bis dahin,

Henry Littig
backstagenews.de

Geschrieben von admin