Ich denke mal, die Situation an den Kapitalmärkten bzw. die Situation der Staatsfinanzen mit einer generellen Drogenproblematik zu vergleichen, ist auf jeden Fall sehr zutreffend.

Schon letzte Woche hab ich die Zusammenhänge etwas ausführlicher erläutert.

Und was ist seit dem geschehen:

Natürlich – Spanien hat Hilfe erbeten. Welche Überraschung!

Leider ist die “Wirkung” der am Wochenende zugesagten Geld”spritze” an den Märkten recht schnell verpufft. Aber auch das hatten wir ja schon so vorhergesagt. Bei halbherzigen Gaben geringerer Mengen Geldes, lässt die berauschende Wirkung eben immer schneller nach.
Aber das weißt ja auch jeder. Und da muss man gar nicht erst über harte Drogen sprechen – selbst beim Kaffeetrinken setzt dieser Effekt recht schnell ein.

Möglicherweise war der jetzt an Spanien verteilte Stoff jedoch auch “gestreckt”, also nicht mehr in Reinform. Was sich im Übrigen aufgrund der Verwendung der Gelder recht schnell herleiten lässt.
Denn die Gelder sollen zum einen die Banken retten, die dann wiederum den Statt retten sollen, damit dieser dann wieder alle anderen rettet. Das ist schon sehr lustig und “verwässert” auf jeden Fall den “Stoff”.

Auch erinnert das Ganze an Baron Münchhausen, der sich selbst am eigenen Haar aus dem Sumpf gezogen haben will. Wenn man die letzte Aktion für Spanien jetzt analysiert, dann könnte man glatt auf die Idee kommen, Münchhausen hätte recht gehabt.

Im Grunde ist das alles sehr traurig, aber zumindest sollten wir uns den Humor nicht verderben lassen.

Zu den Börsen:

Mein Rat, den Börsen fernzubleiben, hat weiter Gültigkeit.
Glauben Sie mir, ich würde Ihnen gerne etwas anderes schreiben, aber “et is wie et is” wie der Kölner sagt.
Also: Das Pulver weiter trocken halten und die EM geniessen!

Zur Wirtschaft:

Aktuell sehe ich die gesamte Wirtschaft aller entwickelten Staaten in einer langfristigen Top-Korrektur bzw. in einem langfristigen Abwärtstrend. Aktuell befinden wir uns in einem Zwischenhoch, dass durch die gigantischen Hilfsprogramme seit 2008 entstanden ist. Sobald aber auch hier “die Wirkung” nachlässt, sehe ich eher wieder rezessive Tendenzen. Evtl. ab 2013. Und dann – oder etwas früher oder später – beginnt ein neuerlicher wirtschaftlicher Downmove. Schade eigentlich, denn das hätte alles recht einfach verhindert werden können.

Bis dahin

Henry Littig
backstagenews.de

Geschrieben von admin