Jetzt hat`s doch a bissl heftiger “geklingelt” an den Börsen.

Das Gute daran:

Uns macht das rein gar nichts aus, da ich seit dem 15.02. empfehle, diesem Markt fernzubleiben. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass die Börsen nochmal 1-2 Wochen anziehen, um möglicherweise nochmals den Markt leer zu verkaufen, aber – man muss ja nicht jede Bewegung mitnehmen. Immerhin hatten wir in diesem Abwärtszyklus auf der Shortseite schon einiges verdienen können.

Fest steht:

Die Aufwärtsbewegung zu Jahresbeginn hatten wir genauso auf dem Radar, wie die aktuelle Abwärtsbewegung.
Und mein erstes Kursziel von 6000 Punkten im DAX (Artikel vom 05.04.2012) ist heute auch erreicht worden.
D. h. per Saldo ist das Jahr bisher für uns ganz gut gelaufen.

Aber:

Diesmal ist meine Freude darüber etwas getrübt. Normalerweise habe ich nichts gegen Abwärtsbewegungen an den Märkten. Waren sie doch seit Dutzenden von Jahren immer nur Unterbrechungen in einem langfristigen Up-Trend.

Aber diesmal sehe ich dies anders:

Ich sehe die gesamte Weltwirtschaft, sowie alle uns bekannten sozialen, wirtschaftlichen und vor allem finanzmarkttechnischen Systeme am Beginn eines langfristigen Abwärtstrends, der alle uns bislang vertrauten Regeln des Zusammenlebens in Frage stellen wird.

Und das ist nicht zwingend ein Grund zur Freude, gehen doch mit solchen Systemwechseln oft diverse “Spannungen” einher. Wie genau das ablaufen wird, werden wir sehen, aber ich denke mal, mittelfristig werden wir uns alle von dem aktuellen Wirtschafts- und Finanzsystem verabschieden müssen.

DAX 4800!?

Wie geht es jetzt weiter? Da mein erstes Kursziel für den DAX erreicht ist, muss natürlich ein Neues her. Aktuell gehe ich davon aus, dass der DAX bis Ende September unter die Marke von 5000 Punkten rutschen wird.
D. h. Anleger sollten weiterhin cash und somit den Börsen fernbleiben!
Trader sollten zum Aufbau von evtl. Shortpositionen einen stärkeren Rebound abwarten, der jederzeit durch ein massives Eingreifen der FED/EZB ausgelöst werden kann.

Doch sind Aktien nicht schon jetzt bei 6000 DAX-Punkten zu billig?

Klares Nein!

M. M. n. sind aktuell fast alle Weltbörsen stark überteuert! Die Weltaktienmärkte befinden sich m. M. n. seit längerem in einer Bewertungs-Deflationsspirale, die die KGVs immer stärker zusammendrücken wird. Alte Bewertungsmethoden wie “ein KGV von unter 10 ist günstig” gelten m. M. n. nicht mehr.

Eurokrise:

Meine Meinung bleibt bestehen.
“Griechenland? Das gibt nichts! Und bei Griechenland wird`s nicht bleiben!”

Damit ist weiterhin alles gesagt – und leider scheint sich das ja auch aktuell zu bestätigen.

Bis dahin

Henry Littig
backstagenews.de

Geschrieben von admin