Auch nach den jüngsten Bewegungen an den Märkten kann ich mich noch immer nicht auf eine konkrete Richtung festlegen.

Das ist bei mir zwar sehr selten, aber kommt eben auch vor.

Die Börsen sind für mich nach wie vor in einer fiskalpolitischen Anpassungsphase. Es wurde den Märkten so viel Geld zur Verfügung gestellt, dass die Börsen noch immer großes Potential haben – zumindest theoretisch.
Praktisch ist es aber auch jederzeit möglich, dass die Kurse das politisch gewollte Niveau erreicht haben und wir von da ab seitwärts oder unter Schwankungen zunächst leicht abwärts notieren.

Fazit:

Die aktuellen Börsen haben sich von ihren seit einigen Jahrzehnten vorherrschenden Regeln entfernt und werden ein bisschen künstlich aufgepäppelt. Und die Notenbanken können sehr stark sein! Man könnte auch behaupten, dies macht man, um dem Volk vorzugauckeln, man hätte die Lage im Griff.
Was nicht gleichzeitig bedeutet, dass das Eis sehr dünn ist. Im Gegenteil – es könnte sogar sehr dick sein. Aber es ist Kunsteis mit etwas anderen Eigenschaften. Und an diese neuen Gripverhältnisse müsste man sich erst gewöhnen.
Ich gehe aber davon aus, dass die selbstbestimmenden Kräfte und Regeln der Märkte früher oder später zurückkehren und der Markt dann wieder – zumindest für mich – leichter berechenbar wird.
Wie lange das dauert, kann ich noch nicht sagen.
Bis dahin gilt jedoch bis auf weiteres mein Rat, vorerst nicht viel an den Börsen zu unternehmen und Cash zu bleiben.
Trader können natürlich nach wie vor agieren. Shorten kann man jederzeit – man darf nur nicht zu viel nach oben riskieren.

Bis dahin

Henry Littig
backstagenews. de

Geschrieben von admin