Wirklich viel ist in der letzten Woche nicht geschehen…zunächst stieg der Markt noch mal an, um dann nach der angeblichen Griechenland-Einigung wieder abzubröckeln.

Wie Sie sicherlich gemerkt haben, habe ich mich schon seit sehr langer Zeit nicht mehr ausführlich zu den sogenannten politischen und finanziellen „Rettungsmaßnahmen“ der EU zur Rettung des Euros und Griechenlands geäußert.
Ich denke, da ist im Grunde jedes geschriebene und gelesene Wort pure Zeitverschwendung!
Oder anders: Die ganze Angelegenheit ist aus meiner Sicht eines der größten Ablenkungsmanöver, das ich jemals gesehen habe. Und mit dieser Meinung stehe ich auch nicht alleine da. Ablenkungsmanöver von politischer Unfähigkeit.
Ich glaube, ich bin einfach zu ehrlich und zu direkt um diese Machenschaften zu akzeptieren. Daher wäre ich wohl als Politiker gänzlich ungeeignet.
Und so geht es sicher vielen Menschen, die diese Rumwurschtelei einfach nicht mehr nachvollziehen können.
Aber ich habe mittlerweile meinen Frieden mit diesen Massnahmen gemacht. Dass die gleichen Leute, die seit Jahren sehenden Auges diese Misere tatenlos mit angesehen bzw. sie sogar noch aktiv unterstützt haben, jetzt keine schnellen Lösungen präsentieren können, ist mir nun endlich auch klar. Es hat eben nur etwas gedauert.
Daher schraube ich meine Erwartungen, die ich im Grunde an unsere europäischen Politik-Macher habe, am besten wieder auf ein realistisches Mass zurück. Und ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie weit dieses Mass von dem entfernt ist, was man eigentlich in Europa umsetzen könnte. Wenn man nur wollte!

Daher nur ein kurzes Fazit zur angeblichen Rettung Griechenlands:

Das gibt nichts!

Aber: Das macht auch nichts, denn Griechenland ist sicher nicht das Hauptroblem!

Die Börsen…

…könnten i. d. T. noch sehr weit steigen. Geld genug haben die Banken etc. dafür gebunkert. Aber wenn die Öffentlichkeit nicht so langsam auf den Zug aufspringt – und warum sollten sie das bei diesen politischen Leistungen – dann bleiben die Banken weiter unter sich. Und dann enden auch irgendwann die Stützungsmassnahmen.
Daher könnte ich mir ab jetzt eine unter Schwankungen leicht abbröckelnde Börse vorstellen. Trader könnten dann jeweils an der oberen Trendlinie shorten, und unten eindecken.
Wer nicht traden möchte, der sollte aktuell erst einmal cash bleiben.

Bis dahin

Henry Littig
backstagenews.de

Geschrieben von admin