Na endlich – kaum haben wir uns an unser Dioxin-Ei gewöhnt, schon wird unser Hunger nach neuen Skandalen befriedigt.
Und es wurde auch höchste Zeit – hatte man doch zuletzt nachgewiesen, dass das „natürliche“ Dioxin in „Ökoeiern“ möglicherweise höher ist, als in den betroffenen Futtermittel-Erzeugnissen, und dass der Verzehr selbiger Produkte zu keiner Zeit gesundheitsgefährdend wäre…so wird sich die Halbwertszeit der Dioxinkrise natürlich verringen.

Aber, wie gesagt, ein Ersatz wurde schnell gefunden:

Die unhaltbaren Zustände in unserer Bundeswehr!

„Das geht ja gar nicht“ – darf jetzt wieder jeder von den Sofas der verschiedenen Talkshows sagen.
Und schnell weiß auch jeder ein Beispiel anzufügen, dass die dramatischen und grundsätzlich unmenschlichen Vorkommnisse in unseren Streitkräften untermauert.

Da will ich natürlich nicht zurückstehen:

In meiner aktiven Dienstzeit habe ich es selbst erlebt, dass ein Kamerad sich in der Grundausbildung eine Blase gelaufen hat. Da fragt man sich doch, ob Armeestiefel und das Laufen darin noch zeitgemäß sind.
Und: Beim Waffenreinigen soll sich damals ein Kamerad den Fingernagel um ca. 0,05 mm eingeritzt haben – da fragt man sich doch, ob derartige Praktiken des Waffenreinigens bzw. ob Waffen generell für eine heutige Armee noch zeitgemäß sind?
Vor allem wurde das Waffenreinigen damals von grausamen machthungrigen Unteroffizieren gnadenlos befohlen – vor allem ohne vorhergehende mehrtägige Diskussion! Ich bin sicher, dass viele der damals betroffenen schwere psychische Schäden davongetragen haben – immerhin hatten sie ja gedacht, die Bundeswehr sei ein Wellness-Hotel – und dann diese gravierende Nagelverletzung.!
Aber – gut, dass wir jetzt darüber gesprochen haben…

Daher fordere ich:

Pediküre, Maniküre und Blockflötenunterricht für unsere Streitkräfte! Das ist zeitgemäß!
Frieden schaffen – aber ganz ohne Waffen – und mit viel Musik!

Tja – armes Deutschland – so weit ist es also jetzt gekommen. Ich bin nur gespannt, wie Gruppierungen wie die Taliban bzw. diverse Terroristen auf unsere zukünftige Strategie des
gemeinsamen Musizierens reagieren werden.
Aber ich bin sicher, die werden sehr über unsere zukünftigen zeitgemäßen Strukturen erfreut sein! Daher – nur weiter so!

Zur Börse:

Hier gibt es grundsätzlich nicht viel zu sagen – ich erwarte weiterhin einen DAX in 2011 von min. 9000 Punkten, einen Nasdaq-100, der bis zum Jahresende erheblich an Wert gewinnen sollte und – natürlich noch immer einen DAX-Stand i. H. v. ca. 12.000 Punkten bis ca. 2012.

Aber…

…und das möchte ich nicht unerwähnt lassen: Freitag zu US-Börsenbeginn habe ich zumindest meine vielen aggressiven kurzfristigen Positionen zunächst glattgestellt und bin sogar ein paar „Wetten“ auf kurzfristig tiefere Nasdaq-Werte eingegangen. Dies war zunächst bis Freitag US-Börsenschluss erfolgreich.
Der Grund: Auch nach den teilweise extrem guten Quartalszahlen (u. a. auch unsere Apple, Google etc.) begannen die Kurse abzubröckeln – und was bei guten Nachrichten nicht umgehend ansteigt, das „neigt“ dazu, kurzfristig eher ein bisschen abzugeben. Und so könnte sogar eine Topaktie wie Apple nochmals in den Bereich 300 – 318 $ nachgeben, vor allem, wenn die Aktie 326 $ unterschreitet…wenn die 326 dagegen hält, dann bleibt die Ampel auf grün.
Aber auch diverse andere Chartbilder sehen kurzfristig ein bisschen unrund aus.
Daher bin ich kurzfristig also eher auf eine mindestens kleine Korrektur eingestellt – an meinen langfristigen Perspektiven ändert das jedoch zunächst nichts.

Aber dieser kleine „Anflug“ von Korrekturangst ist evtl. auch schnell wieder verflogen – schauen wir mal…

Dumm, dümmer, DangDang:

Mein Zockerpapierchen DangDang konnte sich zunächst ja ganz gut entwickelt – bis auf 36,40 $ in der Spitze…und ich hätte mir da gut Werte von ca. 45 $ in dieser Woche vorstellen können. Doch dann beschwerte sich doch tatsächlich der DangDang CEO öffentlich über das miserable IPO seiner Firma in den USA und warf den begleitenden US-Brokern (u.a. Morgan Stanley) schwere Verfehlungen vor.
Jetzt muss man wissen, dass bei solchen IPOs der Leadbroker den Kurs des IPOs dahin schieben kann, wo er ihn haben möchte. Immerhin „kontrolliert“ er quasi den gesamten free float. Und eine gelungene Vorstellung auf dem Börsenparkett geht immer einher mit dem geschäftlichen Erfolg der IPO-Gesellschaft. Das ist wie beim Huhn und dem Ei – aber auch dort weiß man ja nicht ganz genau, was zuerst da war…
Ein kursmäßig misslungenes IPO hat es dagegen immer auch im Geschäft selbst schwer.
Da frage ich mich, wie kann man nur so dumm sein, und als DangDang CEO die Hand zu beißen, die DangDang füttert? Als erste Reaktion gab der Kurs darauf hin deutlich nach – hat sich aktuell wieder etwas gefangen. Wie es hier weitergeht, hängt wohl vor allem davon ab, ob der DangDang CEO seinen Fehler einsieht und sich bei MS entschuldigt – falls er das nicht macht, dann lässt MS die Firma fallen, wie ein heiße Kartoffel und das war´s dann – börsenmäßig und auch geschäftlich! Wir werden es erleben…

Bis dahin

Henry Littig
Backstagenews.de

Geschrieben von admin