Na endlich! Ein klares Nein unserer Regierung zu den Euro-Bonds!

Wie Sie wissen, spare ich normalerweise nicht mit Kritik an unseren Staatsvertretern.

Aber – ich „kann auch anders“ – denn das klare Nein von Merkel, Westerwilli, Schäuble und Co. bzgl. der Euro-Bonds ist – m. M. n. – eindeutig positiv.
Ich möchte hier noch nicht von einem politischen Meilenstein sprechen, aber es ist immerhin das erste klare Signal, dass die Geberstaaten – oder in diesem Fall zunächst einmal WIR – nicht länger gewillt sind, den Konsum der Nehmerländer auf unsere Kosten immer weiter mitzutragen.

Und dafür gibt es heute von mir ein dickes Sonderlob!

Natürlich – diesem ersten kleinen Schritt müssten/sollten jetzt weitere folgen, aber – für heute belassen wir es mal beim Loben!

Zur Börse:

Die allgemeine Stimmungslage im Lande hat sich im Übrigen m. M. n. in den letzten Wochen und Monaten erheblich verbessert.
Wenn man sich aktuelle Börsenkommentare anhört, so wird immer öfter von der Möglichkeit steigender Kurse gesprochen. Nur die Privatanleger sind, was den Euphoriefaktor angeht, noch etwas zugeknöpft.
Aber auch das wird sich ändern – in letzter Zeit taucht wieder vermehrt Werbung für Börsenzeitschriften und Onlinebrokern etc. in den Medien auf – und das sollte sich m. M. n. weiter verstärken.
Für mich ein klares Indiz, dass sich der Privatanleger langsam wieder für die Börse interessiert bzw. dafür „interessiert wird“.
Und: Wenn man sich die Marktkommentare anhört, dann werden jetzt genau die Themen genannt, die wir vor langer Zeit als Kurstreiber genannt haben, z. B. die viele Liquidität, die tiefen Zinsen, die noch immer günstige Bewertung etc., etc….
D. h.: Wenn wir die Börsenentwicklung der Zukunft wieder richtig einschätzen wollen, dann müssen wir uns jetzt wieder überlegen, was in ca. 6-18 Monaten in den Zeitungen steht, bzw. dann an den Börsen Thema ist.
Ich denke, es wird in den nächsten 1-2 Jahren folgende kurstreibenden Storys am Markt geben:

– die US-Wirtschaft wird sich stark erholen und damit allen Kritikern der US-Fiskalpolitik vorerst den Wind aus den Segeln nehmen
– die Weltwirtschaft wird ebenso sehr stark wachsen
– die Schulden/Währungskrisen in Europa und sonst wo auf der Welt werden gelöst bzw. – was wahrscheinlicher ist – werden so gut es geht „gestreckt“, so dass man sie vorerst kaum mehr wahrnehmen kann.

Und dann, wenn allen Weltuntergangsspekulanten schon langsam der Kragen platzt, weil es eben – wie immer – doch wieder bergauf mit allem geht, dann – so denke ich – kommt als Sahnestory das Thema…

…Haushaltsüberschüsse…

…auf uns zu!!!

Haushaltsüberschüsse? Ja, Haushaltsüberschüsse!

Ich habe schon vor ein paar Monaten ein paar Kollegen gegenüber geäußert, dass diese Hausse erst zu Ende geht, wenn wir uns statt über Staatsschulden darüber unterhalten, wer und wie viel von den steigenden Staatseinnahmen abbekommt. Und mit Überschüssen ist m. M. n. spätestens in 1-2 Fiskaljahren zu rechnen. Natürlich wird der Überschuss nicht so groß sein, um die Staatsschulden abzubauen. Aber der Überschuss wird groß genug sein, um Verteil-Begehrlichkeiten aller Beteiligten zu wecken und uns Stimmungsmäßig in eine Feierlaune bringen.
Ich weiß, dass dieses Thema in Zeiten von Staatspleiten nur schwer vorstellbar ist, aber nur wenn man solche „Vorstellungen“ hat, dann auf diese setzt, diese dann eintreten – dann kann man an den Märkten verdienen – und nur dann.

Fazit:

Die Hausse sollte weiter gehen.

Oder anders – nach den fetten Jahren an den Märkten – kommen jetzt:

Die ganz fetten Jahre!

Auf jeden Fall erwarte ich für 2011 das stärkste Börsenjahr seit zig Jahren.

Gedanklich bin ich zwar schon bei mehr als 9000 Dax-Punkten, aber warten wir erst einmal ab…denn was ist schon sicher?

Naja – „Der Tod und die Steuer“ vielleicht, wie es schon Joe Black korrekterweise erkannt hat…

Bis dahin

Henry Littig
Backstagenews.de

Geschrieben von admin