Nachdem sich die Aufwärtsbewegung an den Weltbörsen auch in den letzten 2 Wochen fortgesetzt hat, habe ich dem aktuell nicht viel hinzuzufügen, denn:

Der Markt läuft und wir sind seit März`drin – passt!

Ich verweise daher gerne nochmals auf den letzten Artikel „Lange Rede – kurzer Sinn“( http://backstagenews.de/newsletter_details.php?id=207&headline;=09_11_2009_-_Lange_Rede_-_kurzer_Sinn_- ) vom 09.11.2009 – zu viele Worte sind in diesen Börsenzeiten kontraproduktiv!

Fazit:

Halten Sie Ihre Aktien und warten Sie ab – der Markt läuft und die Chancen stehen mehr als gut, dass das so bleibt!

Interessant:

In unserem Artikel „Vollbeschäftigung!?“ vom 29.10.2009 ( http://backstagenews.de/newsletter_details.php?id=206&headline;=29_10_2009_-_Vollbeschaeftigung_- ) wird erwähnt, dass die Politik in Zukunft aufgrund besser als erwartet ausfallender Arbeitsmarktentwicklungen vermutlich mehr finanziellen Spielraum hat, als angenommen. Vor ca. einer Woche hat die Regierung genau das verkündet – die werden doch wohl nicht hier abschreiben? Oder vielleicht doch? 🙂

Gold/Der Oligarchen-Indikator:

So ganz ohne Anekdötchen möchte ich Sie aber heute auch nicht lassen- also etwas zum Goldpreis.

Wie Sie wissen, bin ich seit dem Jahr 2002 beim Goldpreis auf der „Bullenseite“ und meine Kursziele haben sich seitdem zu fast 100 % erfüllt. Seit der Finanzkrise bin ich der Meinung, dass der Goldpreis langfristig (die letzte kurzfristige Verkaufsempfehlung ging nicht auf – da wurden ein paar % verloren) vor allem dann zulegen kann, wenn sich die Gesamtbörsen deutlich erholen – und nicht umgekehrt, wie viele annehmen. Mein Goldpreisziel vom 04.05.2009 (siehe Artikel „Tradingtipp: Gold/Goldaktien“… http://backstagenews.de/newsletter_details.php?id=186&headline;=04_05_2009_-_Tradingtipp:_GOLD_Goldaktien ) von ca. 1200 $ wurde vermutlich damals eher belächelt – kein Wunder bei einem Kurs von ca. 895 $ am 04.05.2009. Heute mit ca. 1170 $ sehe ich das Kursziel bereits als voll erfüllt an – aber:

Wie geht es jetzt weiter?

Zum einen – von kurzfristigen Rückschlägen mal abgesehen – „fühlt“ sich die aktuelle Goldhausse für mich „noch nicht überhitzt an“.
D.h. mein persönlicher Stresslevel in dieser Preiskurve ist derzeit auffallend niedrig – ein Zeichen für mich, dass die Goldhausse noch nicht – bzw. evtl. noch lange nicht vorbei ist.

Zum anderen beflügeln natürlich die vielen, vielen fundamentalen Daten den Goldpreis – Produktionsverknappung, Geldschwemme, Inflation, Deflation, Goldankauf der Notenbanken, China/Indien, Nullzinspolitik etc., etc., etc.!

Der Oligarchen-Indikator:

Ein weiterer Indikator für eine deutliche zukünftige Wertsteigerung des Goldpreises ist der „Oligarchen-Indikator“!!!

Der Oligarchen-Indikator (OI) – was ist das?

Wissen Sie, wie die russischen Oligarchen u.a. zu ihren großen Aktienpaketen gekommen sind?
Zur Zeit der Privatisierung haben sie Gefolgsleute auf großen Plätzen, an Bahnhöfen und vor U-Bahnhaltestellen postiert und über diese den vorbeikommenden Menschen ihre Aktien abgekauft – zu damals guten Preisen – zumindest wenn man den damaligen Zustand der russischen Betriebe zu Grunde legte. Nach erfolgter Sanierung ver-x-fachten sich freilich die Preise. Das ist vergleichsweise so, als wenn man den Deutschen damals auf der Strasse 50 – 100 Euro für ihre Telekom-Aktien geboten hätte und diese dann jetzt nicht 10, sondern 5000 Euro wert wären.

Und was hat der OI mit dem Goldpreis zu tun?

Wenn Sie aufmerksam durch die Strassen gehen, so werden Sie feststellen, dass überall Schilder zu sehen sind: „Goldankauf“…“Sofort Bargeld für Ihr Gold“…etc.. Haben Sie das schon beobachtet? Falls nicht, ab jetzt wird es Ihnen auffallen!
Und: Immer mehr Firmen schießen wie Pilze aus dem Boden, die als Geschäftszweck Privatleuten ihr Gold in Form von Barren oder Schmuck abkaufen -sogar schon per Post!
D.h. jetzt – gerade in diesem Augenblick – geschieht das gleiche wie damals in Russland. Den Privatleuten wird der Verkauf von physischem Gold schmackhaft und vor allem einfach gemacht – und das weltweit!
Viele gehen darauf ein – meist aus Gründen persönlicher finanzieller Engpässe. Doch letztlich bedeutet dies:
Genau jetzt, zu diesen hohen Kursen, wird die breite Masse zum Verkauf ihrer Goldbestände bewegt!!!

Und jetzt kommt der OI ins Spiel – glauben Sie ernsthaft, dass zum ersten Mal in der Geschichte der breiten Masse der Verkauf einer handelbaren Ware zu Höchstkursen ermöglicht wird? Dass die breite Privatanlegermasse quasi dazu „genötigt“ wird, auf dem Top zu verkaufen? Also diesmal „alles richtig“ zu machen? Wissen Sie – alles ist möglich – aber daran glaube ich nicht! Vielmehr ist das lt. OI ein klarer Indikator, dass der Goldpreis sein Hoch noch lange nicht gesehen hat!!!
Und damit kann lt. OI nicht gemeint sein, dass wir hier noch 50-100 $ pro Unze zulegen – sondern damit ist lt. OI gemeint, dass wir noch ganz erheblich „Luft nach oben haben“!

Wie hoch kann der Preis denn steigen:

Für Börsenpreise gibt es keinerlei Limit – naja, vielleicht die Null nach unten…aber wenn die aktuelle Preisbewegung anhält, so denke ich, dass das mein nächstes Goldpreisziel für 2010 zunächst im Bereich von 1500 $ – 2000 $ liegt.
Dies ist natürlich „mal wieder ein Wort“, aber das waren die 1200 $ auch schon- und da sind wir jetzt schon.

Natürlich gibt es auch andere Kräfte im Markt – von vielen Anbietern werden den Endkunden aktuell Goldanlagen angeboten/verkauft – aber bisher nur mit marginalem Erfolg. Der Goldanteil in den Depots ist nach wie vor extrem unterdurchschnittlich und wird wohl erst in der Endphase der Hausse drastisch ansteigen. Das Kursniveau müsste dann aber auch erheblich über unserem 2010er Kursziel liegen! Ob und wann es dazu kommt??? Warten wir erst mal die 1500 $ – 2000 $ ab – das wird schon schwer genug.

Und wo ist der OI notiert bzw. wo kann man etwas darüber erfahren?

Natürlich gibt es den OI nicht bzw. es gab ihn bis gestern nicht!
Ich habe ihn für Sie erfunden, um Ihnen zu zeigen, dass man für eine Börsenprognose manchmal nur mit offenen Augen und mit gesundem Menschenverstand durch die Welt laufen muss – mehr bedarf es oft nicht!
Natürlich werden auf „derartigen Feststellungen“ basierende Prognosen von den „etablierten Experten“ oft als Spinnerei bezeichnet – aber es gilt auch als erwiesen, dass sich „etablierte Experten“ öfter irren als die Durchschnittsanleger – und schon diese verdienen langfristig kein Geld an der Börse!

D.h. Sie müssen sich ohnehin etwas ausgefallenerer Analysemethoden bedienen, um besser als der Durchschnitt anzuschneiden…
…da machen sich ein paar verquerte Gedanke doch ganz gut, oder?

Bis dahin

Henry Littig
Backstagenews.de

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