Wie schon so oft in diesem Jahr markierte der DAX heute ein neues Jahreshoch.

Und – wie schon so oft, lässt uns das völlig „kalt“! Unser nächstes Kursziel liegt mit 8.000 Punkten schließlich auch einen kleinen Tick höher…

Fazit:

Ich stehe auch heute weiterhin voll und ganz zu meiner neuen DAX-Prognose vom 08.10.2009. D.h. halten Sie Ihre Aktienpositionen fest und sitzen Sie auch eine potentielle kleine Korrektur aus – wann immer diese auch kommen mag.

Trading:

Gegenwärtig habe ich meine Tradingpositionen in Einzelwerten etwas reduziert – als Ersatz benutze ich eher indexorientierte ETFs bzw. vor allem Ultra-ETFs mit mehrfachem Hebel. Warum: In der aktuellen Marktphase sind Einzellwerte nur sehr schwer im Verhältnis zum Gesamtmarkt zu prognostizieren – zumindest geht es mir so.
Beim Index-ETF Trading kaufen Sie stur am unteren Ende des aktuellen Trendkanals und „geben“ am oberen Ende. Vermeiden Sie es jedoch, oben short zu gehen, denn: Alte Börsenregel – „shorte“ nie kurzfristig einen Markt, den Du mittel-und langfristig steigen siehst!

Crash?

Noch immer gibt es viele Stimmen, die annehmen, dass die Börse noch mal die 2. Luft nach unten bekommt – möglich ist alles!
Es werden oft Vergleiche gezogen mit den 30er Jahren etc….natürlich wiederholt sich die Geschichte, d.h. es wird immer wieder Krisen und Rückschläge geben…
Aber: Die Menschen sind eben auch schlau! Und sie sind in der Lage zu lernen – die 30er Krise wurde z.B. durch Geldverknappung verschlimmert – die aktuelle Krise wird dagegen durch Geldschwemme einfach „weggeblasen“.
Natürlich ruft das wieder Kritiker auf den Plan – aber die wird es immer geben.
Ich glaube einfach, dass der überwiegende Teil der Anleger noch nicht realisiert hat, wie hoch der Markt tatsächlich steigen kann!
Und – natürlich wird dann – eines Tages – eine neue Börsenkrise kommen.
Diese Krise wird dann wahrscheinlich durch Gegebenheiten ausgelöst, die wir heute noch gar nicht kennen.
Die heute schon bekannten Krisen-Gründe werden es m.M.n. aber nicht sein – denn diese werden aktuell bekämpft und ausgemerzt – so wie die Schweinegrippe.
Doch das ist eben so – auf den Tag folgt die Nacht, auf die Nacht der nächste Tag und meines Wissens geht das noch sehr lange so weiter.
Daher: Haben Sie vertrauen in die Menschheit – sie hat schon andere Krisen überstanden, als nur ein paar krumme Bankbilanzen.
Und – ganz wichtig: Ich bin ja selbst bekanntermaßen Profishorter – d.h. ich erkenne und setze am liebsten auf fallende Märkte. I.d.R. gibt es vor steilen Abwärtsbewegungen erst einmal eine sehr volatile Topkorrektur, und dann – evtl. – geht’s richtig `runter.
Aktuell kann mir aber wohl auch kaum einer der Marktpessimisten nur den leisesten Beginn einer ausgeprägten und volatilen Topkorrektur in den Charts zeigen.
Die Charts produzieren dagegen ein klassisches Kaufsignal nach dem anderen, d.h. von einer neuerlichen Baisse sind wir mit hoher Wahrscheinlichkeit weit entfernt.

Bis dahin

Henry Littig
Backstagenews.de

Geschrieben von admin