Vorab:

Unsere Tradingempfehlung der letzten Ausgabe ist angelaufen – der MARKET VECTORS GOLD MINERS-ETF (US-Symbol „GDX“) konnte sein erstes Kursziel (37- 40$) mit einem Schlusskurs am Freitag von 37.55 $ bereits erreichen – also plus 15% ca. …es empfiehlt sich immer, am ersten Kursziel auch ein paar Stücke mit gutem Gewinn zu „geben“, denn das 2. Kursziel ist noch weit (43 – 47$). Aber: Auch hier sehen wir eine gute Möglichkeit, dieses in der angegebenen Frist (bis Ende April/Mai) zu „sehen“.

Was gib es sonst Neues in der Finanzwelt?

Zunächst sind die Unsummen, welche die US-Notenbank-Jongleure in den Markt pumpen, ein großes Thema.
Für mich sind es die richtigen Schritte!!!
Wer das Finanzsystem kennt, der weiß genau, dass es sich hierbei um ein gigantisches Schneeballsystem handelt – jedoch um eines, dass – auf Kosten von Ressourssen – in der Theorie fast unbegrenzte wirtschaftliche Entwicklungen ermöglicht. Daher ist es aus Sicht der meisten Weltbürger erstrebenswert, dieses System zu erhalten. Dieses Schnellballsystem kann jedoch nur mit immer mehr Geld und höheren Werten am Laufen gehalten werden – in der Theorie ebenfalls fast unendlich lang. Die Amerikaner wissen das! Daher pumpen sie jetzt Gelder in den Markt „was das Zeug hält“ – und werden damit die Krise überwinden – wahrscheinlich. Wir in Europa wissen das jedoch nicht – oder noch nicht – und denken noch immer, ein Sparkurs wäre das Richtige. Paradoxerweise ist es jedoch genau der Sparkurs, der das System eines Tages anhalten und kippen könnte….. Warum das genau so ist? Es gibt Dinge, deren Verbreitung kontraproduktiv sind – zum Beispiel die Regeln des Finanzsystems. Je weniger Menschen wissen, wie das Finanzsystem funktioniert, desto besser arbeitet es – und alle Profitieren! Würden alle Menschen die Regeln des Finanzsystems kennen – es würde noch am gleichen Tag kollabieren und die „Great Depression“ aus den 30er Jahren wäre dann noch ein wünschenswertes Szenario! Also – in diesem Fall: Nichtwissen ist Macht!

Ein kleines Praxisbeispiel bietet der Fall „Bernard Madoff“, der mit einem Schnellballsystem vor Kurzem ca. 50 Mrd. $ veruntreute – ein Riesenskandal und wohl der größte Betrugsfall der Geschichte. Natürlich – gut, dass der Fall aufgeklärt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, aber die Frage ist auch:
Wann fühlten sich die Madoff-Anleger besser? Jetzt, wo sie wissen, dass ihr Geld verloren ist? Oder vor einem Jahr, als sie Millionenschwere Kontoauszüge in ihren Schubladen hatten? Na, was glauben Sie?
Mit unserem Finanzsystem sieht es ähnlich aus…auch da fühlen sich die Menschen besser, wenn sie nicht alles wissen…glauben sie mir!

Daher: Die USA machen es richtig – nicht kleckern, sondern klotzen!

Und wann startet die nächste Hausse?

Möglicherweise sind wir schon mitten ´drin…es gibt z.Zt. ein sehr starkes Signal! Sie wissen, der Boden der Aktienmärkte ist meist erreicht, wenn die Konjunkturnachrichten am schlechtesten sind, die Kurse aber gleichzeitig nicht mehr auf Tiefstand notieren. U.a. prognostiziert heute die Commerzbank einen Wirtschaftseinbruch in Höhe von 7% in 2009! Das ist ein negativer Spitzenwert bei den Konjunkturprognosen! Der Dax notiert jedoch ca. 15% über seinen Tiefsständen – das ist zumindest sehr beachtenswert!

Und: Damit diese These nicht so allein im Raum stehen muss – wir legen uns jetzt fest: Der DAX wird sein Tief vom 09.03.2009 nicht mehr nennenswert unterschreiten – d.h.: Ein neuer Aufwärtszyklus – keine Einbahnstrasse – hat begonnnen. Charttechnisch würde dies bei einem DAX-Wert von über 4440 Punkten aus meiner Sicht Bestätigung finden.

Bis dahin

Henry Littig
Backstagenews.de

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