Börsenausblick Oktober

Oje, oje – wer in diesen Tagen vollumfänglich im Börsengeschäft involviert ist, braucht Nerven aus Titan – Nerven aus Stahl reichen da wohl nicht mehr!!! Eine Horrormeldung nach der anderen jagt über den Ticker. Unser aller Geld ist in Gefahr – huuuhuuuuhh!!! Gehen jetzt alle Banken Pleite – uuaarrrhh!!!
Ich bin schon seit über 20 Jahren „im Geschäft“ – eine solche Volksverdummung habe ich jedoch selten erlebt, denn: Natürlich ist unser Geld bei den Banken in Gefahr! …und, natürlich ist das Geld bereits „weg“! …und, natürlich werden die Banken unser Geld nicht auszahlen können, wenn wir morgen alle die Schalter stürmen!!!

Aber: Das war schon immer so – und wird auch immer so sein!!! Denn: Eine Bank lebt nicht davon Ihr Geld noch zu haben – sie lebt davon Ihr Geld nicht mehr zu haben!!! Da das Banksystem extrem kompliziert ist und vor allem von den Bürgern nicht verstanden werden darf, hier ein kleines, einfaches Beispiel: Die meisten Menschen denken, eine Bank mit vielen Kundeneinlagen sei gesund – aber das genaue Gegenteil ist der Fall…nehmen wir an, die Verzinsung für Guthaben und Kredite sei der Einfachheit gleich hoch, bei z.B. 5 %…die Bank A hat genau 100 Kunden, die jeweils 1 Mio. Euro bei der Bank eingelegt haben. D.h. die Bank hat 100 Mio. Euro Kundengeldeinlagen. Was glauben Sie, was mit dieser Bank geschieht???………….Na?……Richtig, diese Bank geht Pleite, da sie jedes Jahr 5 Mio. Zinskosten hat!!! Nur wenn diese Bank die 100 Mio. Euro Kundengelder mehrfach durch „erschaffen“ von „elektronischem Buchgeld“ an Kreditnehmer verleiht, kann die Bank durch entsprechende Zinseinkünfte (ein oder dann mehrfach 5 Mio. Euro) überleben!

Fazit: Eine Bank lebt nicht vom „Geld haben“, sondern vom „Geld nicht haben“…oder anders: Nur eine Bank, die im Grunde notorisch Pleite ist, kann ironischerweise der Pleite entgehen – sofern ihre Kreditnehmer nicht noch notorischer pleite sind, als sie es selbst schon ist…

2. Fazit: Aktuell hat sich also nichts gravierendes geändert – es gibt ein paar Schieflagen bedingt durch allzu gierige Kreditvergaben – als Konsequenz müssen die betroffenen Institute aus dem Wettbewerb ausscheiden und die Überlebenden haben die Chance, die gesunden Teile der Schrottbanken zu Spottpreisen zu erwerben – es gibt also nicht nur Verlierer, sondern ebenso viele Gewinner!!! Und am Ende des Tages wird alles so sein, wie es vorher war …na ja, mit dem klitzeklitzeklitzekleinem Risiko, dass irgendwann – vielleicht ja auch diesmal – ein Großteil der Bevölkerung das Banksystem versteht, somit unweigerlich das Vertrauen darin verliert, zum Schalter rennt und dann feststellt, dass kein Geld mehr im Tresor liegt! …aber selbst dann geht´s in ein paar Jahren mit etwas anderen Regeln munter weiter – jeder will das, also wird es auch so sein!!!

Börsenfazit: Für uns und unsere Leser ist die aktuelle Lage ein Segen – wir senken erneut das Kauflimit für die dritte 25% Dax-Long-Quote ab…und zwar auf close über 6.000 Punkte. Wie gesagt, für diejenigen, die wie wir kaufen wollen, sind schlechte Nachrichten eben gute Nachrichten!!!

Trading: Die letzte Tradingempfehlung bzgl. der Deutsche Börse war erneut ein Volltreffer – schon am nächsten Tag wurde unsere Zielrange übertroffen und ein Tagesgewinn von knapp 20% war „fällig“…der Telekom-Trade läuft noch mit aktuell ca. 2 % Miesen.
Heute empfehlen wir Ihnen erneut ein Beachten von Aktien der Deutschen Börse – z.Zt. notiert der Wert wieder um 63 Euro…unser Kursziel ist wieder 70 – 75 Euro…Stopp bei close unter 58.50 Euro… Uuund: Interessant könnte jetzt der Kauf erster kleinerer Positionen von JP Morgan (NYSE-Symbol JPM) und Bank of Amerika (NYSE-Symbol BAC) sowie evtl. von Citigroup (NYSE-Symbol C)….diese Banken sind „Günstlinge“ der US-Notenbank und dürfen gerade mit staatlicher Rückendeckung in der Bankenbranche alles aufkaufen, was nicht „niet- und nagelfest“ ist – diese 3 werden wohl zu den Gewinnern der Krise gehören. …Jedoch: Sie erinnern sich? „Klitzeklitzeklitzekleines Risiko“ etc. …also auch hier ein großzügiges Stopp von ca. 10 – 20 % setzen – dafür sollten auf der Profitseite jedoch 20 – 30 % angepeilt werden…

Bis dahin…

Backstagenews.de

Geschrieben von admin