Unsere generelle Marktmeinung (siehe Jahresausblick) bleibt weiterhin bestehen. Warum auch nicht – hat der Deutsche Aktienindex DAX doch in diesen Tagen unsere Zielrange von 7000 – 7500 Punkten erreicht. Folglich sehen wir die Märkte jetzt in der Nähe ihrer 2007er Jahreshochs, wobei es sehr schwer sein wird, ein exaktes Hoch zu bestimmen. Wir erwarten, dass die Märkte in den nächsten Wochen und Monaten innerhalb ihrer Toprange schwanken und dann – evtl. ab Sommer/Herbst – eine mittlere Korrektur erleben werden. Dieses zukünftige Korrekturniveau ist dann als langfristiger Einstiegspunkt im Hinblick auf ca. 2010 – 2011 anzusehen.

Fazit: Wer keinen langen Atem und starke Nerven besitzt, der sollte innerhalb der nächsten paar Monate verkaufen und auf eine Korrektur zum Wiedereinstieg warten. Leider – dies sollte hier nicht unerwähnt bleiben – hat auch dieser gut gemeinte Ratschlag seine Kehrseite, denn: Wer aufgrund vermeintlich schwacher Nerven jetzt aus dem Markt aussteigt, der wird logischerweise kaum in der Korrektur zurückkaufen, denn: In einer Korrektur gibt es immer schlechte Nachrichten wie Krieg, Rezession, Inflation etc. – hier wären dann wieder starke Nerven gefragt, die man ja nicht hat etc, etc, etc…aber: Immerhin hätte der nervenschwache Investor dann teuer verkauft anstatt wie sonst üblich erst während der Korrektur und somit zu billig…sie sehen: „Teuer verkaufen und billig kaufen“ – alles nicht so einfach…

Die Gründe für die potentielle Korrektur dürften im Bereich Inflation/Zinsen bzw. vor allem im Nuklearkonflikt/Iran zu suchen sein. Es bedarf wirklich keines Propheten um sich auszurechnen, dass die „Männer des Wortes“ im Iran scheitern werden und die „Männer der Tat“ wohl noch in diesem Jahr handeln – zumal die letztgenannten in ihrer letzten Wahlperiode sind, und den Konflikt in jeden Falle rechtzeitig vor den Wahlen im nächsten Jahr „lösen“ wollen – daher ist mit einer deutlich über 50%igen Wahrscheinlichkeit noch in diesem Jahr mit einer „Übernachtaktion“ zu rechnen – und wenn nicht, so wird die zunehmende Angst vor den Konsequenzen (hoher Ölpreis und somit Inflation, daher Zinsen etc.) die Märkte in naher Zukunft stärker belasten.

Geschrieben von admin