EZB übernimmt Nintendo!

Wie Sie wissen, wurde der aktuelle EZB-Chef zuletzt immer wieder als „Super-Mario“ bezeichnet. In Anlehnung an das bekannte Computer-Spiel „Super Mario Bros.Wii“.

(Für diejenigen von Ihnen, die nicht wissen, worum es sich handelt – hier ein Link:

http://www.nintendo.de/NOE/de_DE/games/wii/new_super_mario_bros_wii_13666.html

Kenner des Spiels wissen, dass der Spielentwickler Nintendo dem Spiel zuletzt immer wieder neue Charaktere hinzugefügt hat, in die sich Super-Mario verwandeln konnte. Z. B. in den „Bienenmario“, den „Wolkenmario“, den „Felsenmario“ oder gar in den „Feuermario“, mit dem man seine Spielgegner mit Hilfe eines Feuerballs „wegpusten“ konnte)

Seit gestern müssten eigentlich die Drähte bei Nintendo heißlaufen. Denn den fernöstlichen Entwicklern des Erfolgsspiels wurden auf der gestrigen Pressekonferenz der EZB gleich mehrere Ideen für neue Mario-Charaktere angeboten, z. B.:

„Luftpumpen-Mario“
Spielbeschreibung: Mario bläst sich vor seinen Gegner auf und lasst dann – statt zu explodieren – überraschend nur Luft ab – die Spielgegner werden dann weggeblasen.

Oder:

„Heißluft-Mario“
Spielbeschreibung: Eine Variante des Luftpumpen-Mario. Mario lässt ohne Vorwarnung sehr heiße Luft ab und hinterlässt verbrannte Erde. Die Spielgegner vertrocknen.

Oder:

„Der-Rattenfänger-von-Hameln-Mario“
Spielbeschreibung: Mario spielt ein verführerisches Lied auf seiner Flöte und die Spielgegner folgen ihm wie eine Horde Lemminge – und fallen am Ende in eine tiefe Schlucht.

Oder:

„Die-Sendung-mit-der-Maus-Mario“
Spielbeschreibung: Mario behauptet unentwegt, dass er die Lösung aller Probleme kennt. Am Tag der Offenbarung haben sich all seine Spielgegner erwartungsvoll versammelt. Und – es geschieht nichts. Vor Enttäuschung fallen die meisten von Ihnen um…

Diese Liste kann man natürlich noch erheblich erweitern. Möglicherweise sollte man daher gar über einen Kauf von Nintendo-Aktien nachdenken…vielleicht hat die EZB schon Rechte am Vertrieb erworben, oder bereitet gar eine Übernahme vor…

ABER:

Bei all dem sollte man jedoch nicht vergessen, dass Herr Draghi m. M. n. gestern tatsächlich nicht enttäuscht hat. Denn die hohen Erwartungen der Märkte hatte er nicht zu verantworten. Das haben sich die Märkte selbst eingeredet! Herr Draghi hat tatsächlich nur gesagt, dass „die EZB das schon irgendwie hinbekommt“…den ganzen Rest haben sich die Finanzmärkte zu 100% selbst ausgedacht. Und wenn solche erfundenen Erwartungen nicht erfüllt werden, dann kann man den EZB-Chef zumindest dafür nicht verantwortlich machen.

Dennoch:

Ich persönlich gehe davon aus, dass es in den nächsten Wochen doch zu Eingriffen der EZB gemeinsam mit der FED kommen wird. Nicht so martialisch wie von vielen gefordert, sondern etwas gleichmäßiger über einen längeren Zeitraum verteilt. Und das würde ohnehin eine bessere Wirkung entfalten, als ein von den Märkten „geforderter“ Schnellschuss….

Daher…

..bleibe ich bei meiner Meinung: Die gestrige Pressekonferenz der EZB war von vorneherein unbedeutend und sollte keine Rolle in unseren Überlegungen spielen. Und – ich bleibe optimistisch für die Märkte!

Linkedin…

..hat gestern Q-Zahlen veröffentlicht. Alles ganz gut soweit, der Kurs konnte nachbörslich auch erneut über 100$ anziehen und notiert somit wieder leicht über unserem Kaufkurs. Daher „läuft“ Linkedin weiterhin erheblich besser als Facebook, die im Kurs schon 50% abgesackt sind. Somit war die Entscheidung „pro Linkedin“ zwar richtig – allerdings nur in Relation zu Facebook. Denn in der Brieftasche ist dieser relative „Erfolg“ bis jetzt leider nicht angekommen. Aber, was nicht ist, kann ja immer noch kommen…

Bis dahin

Henry Littig
Backstagenews.de

Geschrieben von Henry Littig