Angesichts der anstehenden und evtl. richtungsweisenden Fed-Sitzung wird es einen ausführlicheren Quartalsbericht erst einige Tage nach der Zinsentscheidung geben.

Bis dahin nur eine Kurzform:
Die von uns gesehene Aufwärtsbewegung hält bis dato an und verstärkt das feste Marktbild – die Juni-Korrektur verlief weit weniger ausgeprägt, als sie hätte ausfallen können, um immer noch in ein positives Bild zu passen. Heute – einen Tag vor der wichtigen Fed-Entscheidung, sehen wir die Märkte noch immer im Aufwärtstrend. Von diversen Irritationen durch die Notenbank abgesehen, erwarten wir gegen Ende Juli ein Kursniveau, das zumindest über dem jetzigen liegt. Selbstverständlich birgt die Zinsentscheidung am Mittwoch naturgemäß verschiedenen Risiken – große Überraschungen sind theoretisch immer möglich – aber auch entsprechende Chancen. Schon heute über den Ausgang der Sitzung zu debattieren kommt zwar einem Lotteriespiel gleich, aber wir erwarten eine positive Marktstimmung, die sich jedoch auch erst nach einem kleinen 1-2 tägigen Schock einstellen könnte.

Sicher ist bis heute nur:
Nun ist es amtlich: Auch Crowford, der alte Börsenfuchs, hat es wie üblich gewusst. Schon im April diesen Jahres sagte der Börsenstarastrologe einige starke Börsenbewegungen im Juni voraus. Nach katastrophalen Ereignissen sollte vor allem der Goldpreis deutlich in die Höhe schnellen – und – er hatte Recht! Doch anstatt „gängiger“ und grundsätzlich schwer verdaulicher Katastrophen wie Terror, Krieg, Pest etc. kam es diesmal noch schlimmer: Wir sind ausgeschieden und Rudi musste seinen Hut nehmen! Dass zum Zeitpunkt des unrühmlichen Schlusspfiffes (22.30 MEZ, 23.06.04) der Partie die Börsen schon geschlossen hatten, kam einem glücklichen Zufall gleich – so hatten alle Marktteilnehmer weltweit die Gelegenheit diesen Schock zu verarbeiten. Am nächsten Tag kam es genau so, wie Arch es vorrausgesehen hatte: Die Goldnotierungen wurden durch starkes „Safe-Haven-Buying“ massiv in die Höhe getrieben – so stark wie seit Monaten nicht. Ein Ende des Aufwärtstrends im gelben Metall ist bis zur Neubesetzung des vakanten Trainerjobs derweil nicht in Sicht. Die z.Zt. im Finanzmarkt immer wieder kursierenden Gerüchte, nach denen diverse Notenbanken an steigenden Goldpreisen interessiert sind, das Ausscheiden der deutschen Elf provozierten, bekommen täglich neue Nahrung. So ist das Verhalten von Bernd Schneider, der nach dubiosen Telefonanrufen seine Flüssigkeitsaufnahme trotz großer Hitze stark reduziert haben soll, bis sein Hirn derartig ausgedörrt war, dass er den Ball kurz vor Schluss nicht im leeren Tor unterbringen konnte, nur eine von vielen offenen Fragen…

Geschrieben von Henry Littig